Als dritte Immendinger Schule erhält die Schlossschule die Infrastruktur für den digitalen Unterricht der Grundschüler. Die Gemeinde investiert bis Ende nächsten Jahres 92.400 Euro, um die Bildungseinrichtung zukunftsweisend auszurichten. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung Aufträge an zwei Unternehmen erteilt, die die Digitalisierung vorbereiten sollen.

Wie Hauptamtsleiter Mark Löffler in der Sitzung informierte, haben Bund und Länder verschiedene Förderprogramme aufgelegt, um die digitale Bildungsinfrastruktur der Schulen zu stärken und damit die Grundlagen zum Erwerb von digitalen Kompetenzen auch bereits in der Grundschule nachhaltig zu verbessern. Bis 2024 müssen die Gemeinden die bereitgestellten Fördermittel abrufen. Im Fall der Reischachschule und der Hornenbergschule ist man damit bereits weiter vorangekommen als bei der Schlossschule.

Aufbau eines schulischen WLANs soll digitalen Unterricht in den Klassenzimmern ermöglichen

Dort soll nun laut Löffler durch die Verkabelung der Aufbau einer digitalen Infrastruktur erfolgen. Dazu gehöre der Aufbau eines schulischen WLANs, so dass digitaler Unterricht in den Klassenzimmern erfolgen kann. Bürgermeister Manuel Stärk unterstrich, dass die Gemeinde in die Digitalisierung aller drei Schulen investiere, die Realschule technisch aber schon länger auf einem ganz anderen Stand sei als die Grundschule. Dort fehle auch noch der notwendige Medienentwicklungsplan. Stärk: „Die Schlossschule erhält jetzt die Grundausstattung, die sie für die Digitalisierung braucht.“ Gemeinderätin Monika Kienzle bat darum, die Dringlichkeit der notwendigen Arbeiten im Auge zu behalten.

Der Rat vergab die Verkabelung innerhalb des Schlossschulgebäudes von den Servern zu den einzelnen Räumen für 56.000 Euro an die Firma Schoner. Das Installieren der WLAN-Access-Points (Basisstation als Schnittstelle für kabellose Kommunikationsgeräte) in den Schulräumen wurde für 6200 Euro an die Firma Schuck vergeben.