Als einer von zwei Immendinger Narrenvereinen, die im kommenden Jahr einen runden Geburtstag feiern, hat die Zimmerer Teufelsbrut den Gesamtkonvent der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee ausgerichtet. 300 Delegierte von 120 Zünften aus den Fasnachtslandschaften Hegau-Randen, Rosenegg, Höri-Bodanrück, Nellenburg, Linzgau und Heuberg nahmen an dem vom Musikverein Zimmern umrahmten Treffen in der Donauhalle teil, bei dem der Verband seine Jahresbilanz zog. 

Bürgermeister Markus Hugger bezeichnete die Narrenvereinigung, der 35000 Mitglieder angehören, als eine „närrische Macht“. Es sei wichtig, närrisches Brauchtum zu bewahren. Hugger bedauerte gleichzeitig, dass die ehrenamtliche Arbeit in den Zünften durch bürokratische Auflagen immer mehr erschwert werde. Wie der Bürgermeister schließlich noch erklärte, gehören drei der sechs Zünfte und Narrengruppen Immendingens der Vereinigung Hegau-Bodensee an und zwar neben Zimmern noch Hattingen und Hintschingen. Die Zimmerer Teufelsbrut feiert 2020 ihr 40-jähriges Bestehen, der Hattinger Narrenverein wird 60 Jahre alt und richtet vom 31. Januar bis 2. Februar den Narrentag der Vereinigung aus.

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Als gastgebende Zunft stellten sich die Zimmerer Teufel dann den Konventteilnehmern vor. Vorsitzender Julian Wüst gab Informationen zu den fünf Traditionsfiguren der Zimmerer Fasnacht, dem Teufel und dem Köhler, dem Oberteufel, dem Höllenhund und der Nonne.

Der Rat der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee, hier mit Präsident Rainer Hespeler am Pult, sowie die Landvögte aus den Fasnachtslandschaften leiten den Gesamtkonvent in der Immendinger Donauhalle.
Der Rat der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee, hier mit Präsident Rainer Hespeler am Pult, sowie die Landvögte aus den Fasnachtslandschaften leiten den Gesamtkonvent in der Immendinger Donauhalle. | Bild: Jutta Freudig

Wüst ging zudem auf den alljährlichen Ablauf der Zimmerer Fasnacht ein. Die Teufelsbrut gehört der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee seit 18 Jahren an. Sie stellt mit Raily Mink auch den derzeitigen Landvogt der Landschafte Hegau-Randen.

Nach der Vorstellungsrunde ging das Präsidium der Vereinigung, Schreiberin Renate Hermann, Säckelmeister Frank Rehm und Präsident Rainer Hespeler, in den Berichten auf die Jahresarbeit ein. Neu gewählt wurden beim Herbstkonvent zwei Ratsverordnete: Die Aufgabe des Medienbeauftragten, auch für den Bereich der Sozialen Medien und das Medienarchiv, übernimmt künftig der 27-jährige Daniel Faschian aus Sauldorf. Das Amt des zweiten Kanzelars ging das an Jendo Mirthes (51) aus Volkertshausen. Er soll bei den Wahlen des Gesamtkonvents 2020 den scheidenden Vizepräsidenten Bernd Schuckert ablösen. Michael Fuchs, Präsident des Narrenmuseums Schloss Langenstein, informierte über den geplanten Museumsneubau, den die Mitgliedszünfte und Kommunen finanziell stark unterstützen und der 2021 fertig sein soll. Das bisherige Museum schließt Ende November.