Weitere 885 000 Euro investiert der GemeindeverwaltungsverbandImmendingen/Geisingen im Jahr 2019 in den Ausbau der Verbandskläranlage. Damit wird das Großprojekt Bau einer dritten und vierten Reinigungsstufe fortgesetzt, nach dessen Abschluss die Anlage eine der effektivsten und modernsten in ganz Baden-Württemberg sein wird. Insgesamt steckt der Verband in diesem und dem kommenden Jahr rund 4,6 Millionen Euro in die Maßnahme, die vom Land mit rund 3,6 Millionen Euro gefördert wird. Auf Grund des Kläranlagenausbaus bildet der Bereich Abwasser wieder den größten Ausgabeposten im Verbandsetat 2019. Weitere Aufgaben des Gemeindeverwaltungsverbands sind aber auch die Jugendarbeit und die Flächennutzungsplanung.

Der aktuelle Haushalt, den die Verbandsversammlung in ihrer jüngsten Sitzung verabschiedete, hat ein Gesamtvolumen von 3,7 Millionen Euro, von denen 2,4 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und 1,3 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt entfallen. Im Verwaltungshaushalt sind rund 151 000 Euro für die Jugendpflege in den beiden Verbandsgemeinden eingestellt. Dafür erhält der Verband Personalkostenzuschüsse vom Land und vom Landkreis Tuttlingen in Höhe von 50 000 Euro. 2019 wird die Jugendarbeit im Verbandsgebiet weiter von den beiden Vollzeitkräften Ann Katrin Schilling (Schulsozialarbeit) und Wolfgang Weber (Jugendreferat) geleistet. Den beiden steht ein frei verfügbares Budget in Höhe von 10 000 Euro zur Verfügung. Ebenfalls Teil des Verwaltungshaushalts ist die Gebäudeunterhaltung von Verbandskläranlage und Pumpwerken sowie die Bewirtschaftung der Kläranlage, die mit zusammen 1,38 Millionen Euro angesetzt sind.

Im investiven Vermögenshaushalt sind Investitionen für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans enthalten. Der augenblicklich rechtskräftige Plan ist bereits 20 Jahre alt und da in beiden Verbandskommunen neue Wohn- und Gewerbeflächen ausgewiesen werden müssen, ist diese Fortschreibung unerlässlich. 2019 sind dafür 150 000 Euro vorgesehen. Die gesamte Fortschreibung kostet 320 000 Euro. Größte Investition ist wie schon im Jahr 2018 auch im kommenden Jahr der Betrag für die Erweiterung der Kläranlage. Aus Gründen des Wasserrechts war der Bau einer dritten Reinigungsstufe ohnehin erforderlich. Der Verband wird nun aber wegen der zeitlich absehbaren Notwendigkeit einer Entfernung von Spurstoffen (Medikamente und Ähnliches) gleich auch die vierte Reinigungsstufe umsetzen. Dazu wird ein besonderer Filter eingebaut, was die Maßnahme zu einem Pionierprojekt in Baden-Württemberg werden lässt. Umweltminister Franz Untersteller hat dafür bereits im Sommer einen Zuschuss von drei Millionen Euro an den Verband überreicht. Weitere rund 600 000 Euro kommen nun 2019 noch dazu. Die Planung für den aufwändigsten Ausbau seit Bestehen der Verbandskläranlage ist bereits auf den Weg gebracht. Mit den Arbeiten soll im Frühjahr begonnen werden.