4707 Wahlberechtigte sind am Sonntag in Immendingen dazu aufgerufen, ihre Kreisräte und ihre Gemeinderäte zu wählen, die Bürger in den fünf Ortsteilen zusätzlich noch ihre Ortschaftsräte. Mit 4297 ist die Zahl der Wahlberechtigten bei der ebenfalls anstehenden Europawahl gemeindeweit etwas niedriger. Das Auszählen der abgegebenen Stimmen wird für die Verwaltung und die 130 Wahlhelfer eine Herausforderung, nicht zuletzt wegen des komplizierten baden-württembergischen Kommunalwahlrechts. Dennoch sollen die Ergebnisse aller vier Wahlen noch am Sonntagabend ermittelt werden. Auf eine hohe Wahlbeteiligung deutet die große Zahl der Briefwähler hin: Bis zum Donnerstagmorgen waren es bereits 725.

  • Aufwändige Auszählung: Begonnen wird mit der Auszählung der Europawahl. Danach erfolgt die Einzelstimmzettel-Erfassung der Ergebnisse der Gemeinderatswahl per EDV. Schließlich werden noch die Kreistags- und die Ortschaftsrats-Wahlergebnisse ermittelt. Für die Bewältigung der Zählarbeit sind laut Informationen von Hauptamtsleiter Manuel Stärk am Sonntagabend 130 ehrenamtliche Wahlhelfer (einschließlich den Mitarbeitern der Verwaltung) aktiv. Für ihre Arbeit wurden sie in Schulungen vorbereitet. Ergebnisse der Europawahl werden gegen 19.30 Uhr erwartet. Die Stimmen für den Gemeinderat sollen bis zum späten Sonntagabend, in der Nacht auch noch diejenigen für Kreistag und Ortschafträte ausgezählt sein.
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  • Lange Vorbereitung: Die Vorbereitung des Wahlsonntags hat in den letzten Tagen und Wochen für viel Aufwand im Rathaus gesorgt. Inzwischen sind die Stimmzettel für die Kreistags-, Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen an die Wahlberechtigten zugestellt worden, die sich zu Hause in aller Ruhe mit ihrer Abstimmung befassen können. Die meisten Wahlberechtigten gibt es bei der Kreistagswahl. Hier dürfen ebenso wie bei der Gemeinde- und Ortschaftsratswahl zum zweiten Mal schon 16-Jährige abstimmen. Hinzu kommen als Einwohner gemeldete EU-Ausländer. Bei der Europawahl ist die Zahl der Wahlberechtigten niedriger, da Wähler 18 Jahre alt sein müssen und EU-Ausländer nur auf Antrag statt in ihrer Heimat in Deutschland wählen dürfen.
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  • Verschiedene Stimmzahlen: Den Stimmzettel für die Europawahl erhalten die Wahlberechtigten im Wahllokal. Hier darf nur eine Stimme für eine der zahlreich antretenden Parteien abgegeben werden. Für den Kreistag dürfen die Wähler im Wahlkreis Immendingen/Geisingen vier Mitglieder wählen, also auch vier Stimmen abgeben. Für den Gemeinderat sind 18 Mitglieder zu wählen, so dass der Wähler insgesamt 18 Stimmen hat. Um die Ortsteilvertretungen im Gemeinderat zu sichern, wird bei der Gemeinderatswahl die unechte Teilortswahl angewendet, wobei für den Wohnbezirk Immendingen/Zimmern 13 Vertreter, für Hattingen zwei, für Hintschingen, Ippingen und Mauenheim je ein Vertreter gewählt werden dürfen.
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  • Unterschiedlicher Wahlmodus: Bei der Wahl des Kreistags (vier Listen von CDU, FDP, SPD und OGL) und des Gemeinderats (drei Listen mit 16 CDU-Bewerbern, acht SPD-Bewerbern sowie einem Bewerber von IMMI) gilt Verhältniswahl, so dass nur Bewerber auf den Listen gewählt werden können. Bei den Ortschaftsräten der fünf Ortsteile gilt Mehrheitswahl. Hier ist der Wähler nicht an die Bewerber gebunden, die auf dem Stimmzettel stehen (in vier Ortsteilen gibt es Bürgerlisten), sondern kann für jede wählbare Person stimmen. Für den Ortschaftsrat Hattingen sind acht Sitze/Stimmen zu vergeben und für die Ortsgremien Hintschingen, Ippingen, Mauenheim und Zimmern je sechs.
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