Noch im September will die Gemeinde Immendingen das Baugesuch für das neue Feuerwehrgerätehaus im Gebiet "Hinterwieden" oberhalb der Sporthalle einreichen und die Förderung beantragen. 2020 hofft man auf die Bewilligung der Zuschüsse für das Drei-Millionen-Euro-Projekt. Über den Fortgang der Planung, bei der momentan das Lärmschutzgutachten für den Standort erarbeitet wird, informierte Bürgermeister Markus Hugger die Mitglieder der Gesamtfeuerwehr mit den Abteilungen Immendingen, Hattingen, Ippingen und Mauenheim bei deren Jahreshauptversammlung. Die Wehr hatte am Jahresende 2018 insgesamt hundert Aktive, darunter zwei Frauen. Sie wurde im letzten Jahr zu 53 Einsätzen gerufen, sieben mehr als 2017.

  • Feuerwehr hat zu wenig Platz: Von Hochwasser bis zu Großbränden hätte die Feuerwehr 2018 sehr viele Einsätze bewältigt, erklärte Bürgermeister Markus Hugger in seinem Grußwort bei der Versammlung in Mauenheim und dankte den Feuerwehrleuten für die Bereitschaft, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Dieses Jahr habe die Gemeinde 200 000 Euro für die Planung des Gerätehauses im Etat eingestellt. Leider sei es nicht sicher, dass die Ende 2019 zu beantragenden Zuschüsse auch wirklich schon 2020 fließen. Gesamtkommandant Andreas Heitzmann informierte in seinem Bericht, dass man nach längerer Pause endlich wieder einen Zuwachs der Aktiven zu verzeichnen hatte und über sechs Groß- sowie zwei Kleinfahrzeuge verfüge. Die Wehr sei sehr gut ausgebildet. Bei 53 Einsätzen habe man fünf Menschenleben retten können, für zwei Personen kam jede Hilfe zu spät. Heitzmann freute sich über die Fortschritte in Sachen Feuerwehrhaus, denn im bisherigen Domizil sei es mittlerweile viel zu eng.
  • Kommandaten berichten: Die Berichte der Abteilungen erstatteten deren Kommandanten: Winfried Heitzmann für Immendingen (35 Aktive, zwei Frauen, 20 Proben, 52 Einsätze (2017: 46), darunter 22 Brände, drei Großbrände, 30 technische Hilfen, insgesamt 1386 Einsatzstunden, 1300 Probenstunden); Simon Speck für Hattingen (32 Aktive, fünf Mitglieder Altersmannschaft, zwölf Gesamtproben, 14 Einsätze, 80-Jahr-Jubiläum); Manuel Butschle für Ippingen (19 Aktive, vier Altersmannschaft, drei Jugendwehr, sieben Gesamtproben, sieben Einsätze); für Mauenheim Ehrenfried Weckerle (zwölf Aktive, fünf Altersmannschaft, zwölf Proben, ein Einsatz); Phillip Kannappel für die Jugendwehr (elf Mitglieder mit Durchschnittsalter 14 Jahre, 16 Dienste, 24-Stunden-Übung, mehrere hundert Stunden Jugendarbeit der Betreuer).
  • Sieben Wehrleute geehrt: Den Bericht über die vier Sitzungen des Gesamtausschusses erstattete Schriftführer Raimund Zeller, der auch über die Neuwahl von Bernd Knittel und Manfred Labor zum Obmann der Altersabteilungen und dessen Stellvertreter informierte. Der neue Kreisbrandmeister Andreas Narr, seit April 2018 im Amt, stellte sich den Wehrleuten vor. Er ehrte folgende verdiente Mitglieder: Für zehn Jahre Aktivität Lukas Preis und Simon Speck (beide Hattingen); für 15 Jahre Patrick Ginter (Hattingen) und Ansgar Bosch (Immendingen); für 25 Jahre Jürgen Hartrampf (Mauenheim). Reiner Urban (Immendingen) erhielt das Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Landes für 40-jährige Aktivität und Elmar Keller (Mauenheim) wurde für 50-jährige Aktivität mit der Ehrenurkunde des Kreisfeuerwehrverbands gewürdigt.