Seit Sonntag hat Immendingen eine neue Stätte für Kultur und Events. Das Gloria Lichtspielhaus, einstiges Kino der Donaugemeinde und nach sorgfältiger Restaurierung nach wie vor ein Haus mit viel Nostalgie und Charme, ist bei einem Tag der offenen Tür an die Öffentlichkeit übergeben worden. Den Besuchern wurde schon gleich am ersten Tag viel geboten. Angefangen von der Eröffnung durch Bürgermeister Markus Hugger und der kirchlichen Weihe durch Pfarrerin Silke Bauer-Gerold bis hin zum zünftigen Fassanstich und zu ersten kulturellen Highlights gab es ein abwechslungsreiches Programm bis in die Abendstunden. Das Interesse des Publikums war dabei auch groß und eine Identifikation mit dem neuen „Gloria“ deutlich merkbar.

Es herrscht wieder Leben im alten Saal des Gloria-Kinos in Immendingen. Zahlreiche Gäste freuen sich über das Eröffnungsprogramm und können bereits erste kulturelle Highlights auf der Bühne sehen.
Es herrscht wieder Leben im alten Saal des Gloria-Kinos in Immendingen. Zahlreiche Gäste freuen sich über das Eröffnungsprogramm und können bereits erste kulturelle Highlights auf der Bühne sehen. | Bild: Jutta Freudig
  • Neues Leben kehrt ein: „Ich bin froh, dass im ehemaligen Kino jetzt wieder Leben einkehrt“, sagte Bürgermeister Markus Hugger in der Eröffnungsansprache. Er beschrieb noch einmal die Geschichte des Kinos und die erste aufwändige Sanierung durch den Besitzer Walter Kaiser zu Zeiten seines Vorgängers Bürgermeister Helmut Mahler. In der Folge sei es nicht einfach gewesen, für das Haus mit der unscheinbaren Fassade wieder einen Investor zu finden. Schließlich habe sich der Projektentwickler Adventus engagiert und das Haus an Pächter Dirk Hetzer in gute Hände übergeben. „Nun müssen wir für das Gloria Werbung machen“, betonte Hugger weiter. „Das Haus muss über Immendingen hinaus strahlen und Menschen müssen von außen in die Gemeinde kommen.“
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Betriebsleiterin Mona-Lisa Müller und der Pächter des Gloria, Hotelier und Gastronom Dirk Hetzer (rechts) begrüßen die Gäste bei der Eröffnung des neuen Eventzentrums.
Betriebsleiterin Mona-Lisa Müller und der Pächter des Gloria, Hotelier und Gastronom Dirk Hetzer (rechts) begrüßen die Gäste bei der Eröffnung des neuen Eventzentrums. | Bild: Jutta Freudig
  • Wow-Effekt beim ersten Blick: Geschäftsführer Ove Johannsen von Adventus erinnerte sich an seinen ersten Blick in das alte Kino und den „Wow-Effekt“, den er damals Ende 2016 erlebt habe. Im April 2017 habe Adventus das Projekt erworben und mit der fachlichen Unterstützung durch Architekt Thomas Kreuzer zu dem gemacht, was es heute ist. Johannsen dankte dem Team Hetzer und freute, dass nun die Kleinkunst im Gloria Einzug halten wird. Dirk Hetzer unterstrich die Vielseitigkeit, die das alte Kino als Eventlocation biete. Betriebsleiterin Mona-Lisa Müller habe das Programm rechtzeitig an den Start gebracht. Für das Publikum gebe es künftig alles von Rock bis Klassik, von Pop bis zu Theater, Lesungen, Vorträge oder Comedy zu erleben. Die kirchliche Weihe des Gloria Lichtspielhauses nahm die evangelische Pfarrerin Silke Bauer-Gerold vor. Pfarrer Axel Maier konnte wegen der Fußwallfahrt der katholischen Seelsorgeeinheit nicht an der Feier teilnehmen.
Die neue Immendinger Anlaufstelle für Kultur und Events hat ab sofort geöffnet. Zum Tag der offenen Tür kommen zahlreiche Besucher, die selbst auf den Stufen am Eingang der neuen Eventlocation im Gespräch sind.
Die neue Immendinger Anlaufstelle für Kultur und Events hat ab sofort geöffnet. Zum Tag der offenen Tür kommen zahlreiche Besucher, die selbst auf den Stufen am Eingang der neuen Eventlocation im Gespräch sind. | Bild: Jutta Freudig
  • Kabarett und Zauberei: Nach dem Fassanstich durch Bürgermeister Markus Hugger und dessen Geschenkübergabe an Betriebsleiterin Müller, Dirk Hetzer und die neuen Besitzer des Gebäudes, die Familie Müller, erlebte das Publikum erste Programmhighlights. Spaß hatten die Gäste mit Kabarettist Martin Schury. Direkt an den Tischen staunten sie über die Tricks von Zauberer David Pricking. Zwischendurch wurden die Besucher mit Getränken und kleinen Snacks verwöhnt und konnten sich einmal auf der Empore oder im Vorführraum umsehen.
Schauen sich im neu hergerichteten, einstigen Vorführraum des Gloria um, in dem einst die großen Filmprojektoren standen: Adventus-Geschäftsführer Ove Johannsen und Immendingens Bürgermeister Markus Hugger.
Schauen sich im neu hergerichteten, einstigen Vorführraum des Gloria um, in dem einst die großen Filmprojektoren standen: Adventus-Geschäftsführer Ove Johannsen und Immendingens Bürgermeister Markus Hugger. | Bild: Jutta Freudig
  • Im Foyer gab es zwischen alten Kinoplakaten die Möglichkeit zur Teilnehme an einem Gewinnspiel. Am Nachmittag unterhielt der Akkordeonverein Junge Donau die Gäste des Eröffnungstags und am frühen Abend Marco Schorer mit seinem Saxophon Oktett.
Im nostalgischen Foyer des einstigen Immendinger Kinos, das noch von alten Kinoplakaten geprägt ist, können sich die Besucher ebenso umsehen wie im Vorführraum oder auf der Empore. Sie beteiligen sich auch an einem Gewinnspiel.
Im nostalgischen Foyer des einstigen Immendinger Kinos, das noch von alten Kinoplakaten geprägt ist, können sich die Besucher ebenso umsehen wie im Vorführraum oder auf der Empore. Sie beteiligen sich auch an einem Gewinnspiel. | Bild: Jutta Freudig
Im nostalgischen Foyer des einstigen Immendinger Kinos, das noch von alten Kinoplakaten geprägt ist, können sich die Besucher ebenso umsehen wie im Vorführraum oder auf der Empore. Sie beteiligen sich auch an einem Gewinnspiel.
Im nostalgischen Foyer des einstigen Immendinger Kinos, das noch von alten Kinoplakaten geprägt ist, können sich die Besucher ebenso umsehen wie im Vorführraum oder auf der Empore. Sie beteiligen sich auch an einem Gewinnspiel. | Bild: Jutta Freudig