Nur sehr geringe Beanstandungsquoten von 0,27 Prozent in den Ortsdurchfahrten Immendingen und Zimmern sowie von 0,28 Prozent in der Ortsdurchfahrt Aulfingen haben sich bei den Geschwindigkeitsmessungen des Landkreises Tuttlingen im Jahr 2018 ergeben. In Immendingen und Zimmern wurden von den beiden stationären Tempomessanlagen rund 2,2 Millionen Fahrzeuge gemessen, in Aulfingen 401 715. Über die aktuellen Messdaten der Radargeräte, die auch in Rietheim-Weilheim, Neuhausen, Schura, Deilingen und Wehingen betrieben werden, informierte der Landkreis Tuttlingen bei einer Sitzung des Kreistagsausschusses für Technik und Umwelt. Etwas höher lagen die Beanstandungsquoten bei den mobilen Tempomessungen des Kreises.

  • Immendingen und Zimmern: Die beiden stationären Tempomessgeräte an den Ortsdurchfahrten in Immendingen und Zimmern waren 2018 fast das ganze Jahr über in Betrieb. Gemessen wurde an 344 Tagen (2017: 331). Dabei wurden Messdaten für 2 199 324 Fahrzeuge (2017: 2 104 699) ermittelt. Die Geräte zeigten in 5873 (3945) Fällen Geschwindigkeitsüberschreitungen an. Damit betrug die Beanstandungsquote lediglich 0,27 Prozent (2017: 0,19 Prozent). In fast allen Fällen, nämlich 5735 (3806) wurde lediglich ein Verwarnungsgeld festgesetzt. Wegen gravierender Geschwindigkeitsverstöße gab es in 138 (139) Fällen ein Bußgeldverfahren. 22 Mal (21) wurde als Nebenfolge eine Fahrverbot verhängt. Fünf Fahrer überschritten das erlaubte Innerortstempo um 41 bis 50 Stundenkilometer.
  • Aulfingen: In Aulfingen war die stationäre Tempomessanlage 2018 lediglich an 153 Tagen (2017: 38 Tage) im Einsatz. Insgesamt wurden 401 715 (54303) Autos gemessen und in 1106 (2017: 91) Fällen Geschwindigkeitsüberschreitungen ermittelt. Das bedeutete eine Beanstandungsquote von 0,28 Prozent (2017: 0,17). Verwarnungsgeld mussten 1034 (86) Fahrer bezahlen. Wegen gravierender Tempoüberschreitungen leiteten die Behörden gegen 72 (fünf) Fahrer ein Bußgeldverfahren ein. In 13 Fällen (2017: keine) wurde zusätzlich ein Fahrverbot ausgesprochen. Drei Fahrer überschritten die Tempogrenze 50 um 41 bis zu 50 Stundenkilometer.
  • Mobile Messungen: Kreisweit, außer in Tuttlingen und Spaichingen, gab es 2018 auch mobile kommunale Geschwindigkeitsmessungen. Diese wurden an 81 verschiedenen Messstellen durchgeführt. Dabei wurden 240 694 (2017: 263 383) Fahrzeuge gemessen und 9045 (10 459) Tempoüberschreitungen festgestellt. Es gab 8388 (9699) schriftliche Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und 657 (760) Mal ein Bußgeldverfahren. Die Beanstandungsquote lag höher als bei den stationären Anlagen und zwar bei 3,76 Prozent (2017: 3,97 Prozent).
  • Reduziertes Tempo im Ort: "Die geringe Beanstandungsquote in allen betroffenen Ortsdurchfahrten belegt, dass die stationären Messungen zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beitragen", so die Bilanz seitens des Landkreises. Es zeige sich allerdings auch, dass die Wirkung stationärer Messanlagen abnehme, wenn diese längere Zeit nicht mit einer Kamera bestückt sind. Anfang 2020 will die Kreisverwaltung dem Kreistagsausschuss für Technik und Umwelt erneut aktuelle Daten über die stationären Geschwindigkeitsmessungen vorlegen. Auch mobile kommunale Messungen wird der Landkreis in diesem Jahr wieder durchführen.