Der Immendinger Bürgermeister Markus Hugger wird in Zukunft an führender Stelle die Politik im Landkreis Tuttlingen mitprägen. Hugger ist am Dienstag von den Mitgliedern der christdemokratischen Fraktion im neuen Tuttlinger Kreistag, der größten politischen Kraft des Gremiums, einstimmig zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Der 48-jährige Immendinger Rathauschef löst damit den Tuttlinger Oberbürgermeister Michael Beck ab, der das Amt an der Spitze der CDU-Kreistagsfraktion zuletzt versehen hat.

Die Konstituierung der christdemokratischen Fraktion im Kreistag fand am Dienstag im Rathaus in Tuttlingen statt. Bei der Kreistagswahl am 26. Mai hat die CDU insgesamt 18 Sitze erhalten und ist damit weiterhin die größte Fraktion im Kreistag, gefolgt von den Freien Wählern mit neun Sitzen, der Offenen Grünen Liste mit acht Sitzen, der SPD mit fünf Sitzen, der FDP mit ebenfalls fünf Sitzen, der AfD mit zwei sowie der Tierschutzallianz mit einem Kreistagsmandat. Mit der Führungsfunktion als CDU-Fraktionssprecher beauftragten die Fraktionsmitglieder einstimmig den Immendinger Bürgermeister Markus Hugger.

Gewählt wurden bei der Sitzung außerdem drei Stellvertreter des Fraktionsvorsitzenden und zwar die CDU-Kreisräte Klaus Schellenberg (Bürgermeister in Wurmlingen), Maria- Lena Weiss (CDU-Kreisvorsitzende aus Mühlheim) sowie Bernhard Schnee (Denkingen). Als Fraktionsgeschäftsführer bestimmten die christdemokratischen Räte Tobias Schumacher aus Spaichingen. Neuer Pressebeauftragter der CDU-Kreistagsfrakion ist André Kielack, der Markus Hugger in diesem Amt ablöst. Zum Finanzbeauftragten wurde Jörg Kaltenbach (Bürgermeister Mühlheim) gewählt.

„Bei der einstimmigen Wahl zum Fraktionssprecher hat die CDU-Fraktion im Kreistag große Geschlossenheit gezeigt“, betonte Bürgermeister Markus Hugger am Dienstag im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Die christdemokratischen Kreisräte freuten sich nun auf die anstehenden wichtigen Aufgabe in der Kreispolitik. Markus Hugger sieht vor allem einen der Schwerpunkte in Fragen des Öffentlichen Personennahverkehrs, die sich gerade auch für die Gemeinde Immendingen stark auswirken.

Weitere vorrangige Themen in der Kreispolitik während der neuen fünfjährigen Amtsperiode des jetzt 48 Sitze umfassenden Kreistags seien der Neubau des Tuttlinger Landratsamts und die Suche nach einer Lösung für das Kreisklinikum mit den Standorten Tuttlingen und Spaichingen, so Markus Hugger. Außerdem zählen laut dem Immendinger Bürgermeister die Berufsschulen, der Bereich Straßen und die Wirtschaftsförderung zu den Aufgaben der Kreispolitik. „Und schließlich gilt es die Förderung des ländlichen Raums im Kreisgebiet, wie etwa auf dem Heuberg oder im Donautal, im Blick zu halten.

Markus Hugger ist am 26. Mai mit 4366 Stimmen, der höchsten Stimmenzahl aller Kreisräte im Wahlkreis Immendingen/Geisingen, zum zweiten Mal in den Tuttlinger Kreistag gewählt worden.