Sie gehört zu der langjährigen Garde des katholischen Kindergartens Immendingen und hat fast ihr halbes Leben als Erzieherin zugebracht. Nach insgesamt 37-jähriger Tätigkeit in der Kinderbetreuung ist Erika Bruss in dieser Woche in den Ruhestand verabschiedet worden. Bei St. Josef, wo sich die Kinder am Freitagmorgen mit Vorführungen und Liedern von ihr verabschiedeten, war Erika Bruss 27 Jahre lang Erzieherin und teilweise Gruppenleiterin.

Die 63-Jährige stammt aus dem siebenbürgischen Wolkendorf. Dort arbeitete sie einst ebenfalls zehn Jahre in diesem Beruf, ehe ihre Familie 1989 nach Deutschland auswanderte und sie nach einer Zwischenstation in Tuttlingen nach Immendingen zog. 1992 begann Erika Bruss mit ihrer Arbeit für St. Josef und war dort bis zuletzt tätig. Dabei hat sie mehr als eine ganze Generation an Kindern betreut. „Die Kinder, die noch zu mir in den Kindergarten gegangen sind, kommen jetzt mit ihren eigenen Kindern,“ sagt die startende Ruheständlerin.

Erika Bruss habe die Kinder gut auf die Schule und das Leben vorbereitet, betonte Kindergartenleiterin Danja Kossmann bei der Verabschiedung in einer großen Runde des Kindergartenteams. Selbst die einstige Leiterin Elisabeth Kaupp, bereits im Ruhestand, war noch einmal zu der Gruppe gestoßen. Zusammen mit ihr und Denise Strauß sei Erika Bruss eine Kollegin, die so lange im Immendinger Kindergarten gewirkt habe, wie kaum eine andere, meinte Danja Kossmann weiter. 13 Jahre davon arbeitete sie mit Gruppenleiterin Michaela Bürsner zusammen. „Wir sind dankbar für die Zeit, die Erika Bruss zu unserem Team gehört hat“, so die Leiterin.

„Es freut mich, dass sie so fit und dynamisch in den Ruhestand gehen, denn die Arbeit mit Kindern ist anstrengend und kostet Kraft“, betonte Pfarrer Axel Maier vom Träger katholische Pfarrgemeinde bei der Verabschiedung. Damit bestätige sich ein Spruch, den Erika Bruss selbst einmal gesagt habe: „Kinder halten jung!“ 27-jährige Tätigkeit in Immendingen und insgesamt 37-jährige Arbeit als Erzieherin seien für alle Grund und Anlass zur Dankbarkeit, erklärte Pfarrer Maier weiter. Neben pädagogischen habe die scheidende Kindergartenkraft auch religiöse Inhalte vermittelt und dabei ökumenische Aufgaben übernommen. Der Seelsorger würdigte Erika Bruss für ihren Einsatz und hatte eigens für sie einen „Psalm des Vertrauens“ ausgewählt, den das Kindergartenteam zusammen mit ihm sprach.