Bevor in den kommenden Jahren größere Investitionen für eine Wasserenthärtungsanlage des GemeindeverwaltungsverbandsImmendingen/Geisingen anstehen und die Kläranlage eine neue Reinigungsstufe erhält, gibt es in den beiden Jahren 2019 und 2020 noch einmal frohe Kunde für die gebührenzahlenden Haushalte der Gemeinde Immendingen. Der Gemeinderat hat bei seiner letzten Sitzung des Jahres sowohl einer Senkung der Trinkwasser- als auch die Schmutzwassergebühr zugestimmt. In den Folgejahren werden die Gebühren dann aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ansteigen, wie Kämmerer Patrik Müller bereits ankündigte.

Ein Fachbüro hat im Auftrag der Gemeinde sämtliche Gebühren wieder in aufwändiger Manier kalkuliert. Daraus ergibt sich als neuer Satz für Frischwasser ein Betrag von 1,96 Euro je Kubikmeter Trinkwasser. Dieser wird in den Jahren 2019 und 2020 erhoben. Zuletzt hatte der Wasserpreis in der Gemeinde Immendingen seit 2015 insgesamt 2,03 Euro je Kubikmeter betragen. Was die weitere Gebührenentwicklung angeht, gibt es einige Unbekannte, sagte Patrik Müller. So steht der Bau der Entkalkungsanlage bereits fest, die den Härtegrad des Immendinger Wassers von 16 auf acht Grad senken wird. "Das gilt bei der Kalkulation als Anlage im Bau", so Müller. Außerdem ist nach wie vor unsicher, wie hoch der Wasserverbrauch des Daimler-Prüf- und Technologiezentrums in naher Zukunft sein wird. Zu dessen Bauzeit war die Abnahme konstant hoch, was sich positiv auf die Wassergebühr auswirkte.

Eine weitere Gebührensenkung nahm der Gemeinderat im Bereich Abwasser vor. Auch hier hatte es zuvor eine Neukalkulation für die Jahre 2019 und 2020 gegeben. Für diesen Zeitraum betragen die neuen Gebühren nun 2,24 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser. Bislang lag dieser Satz fast 30 Cent höher bei 2,52 Euro je Kubikmeter, ein Betrag, der seit 2017 erhoben wurde. Konstant bleiben wird in den nächsten zwei Jahren die Gebühr für das Niederschlagswasser. Sie liegt weiter bei 0,36 Cent je Kubikmeter. Mit diesen neuen Sätzen werden Kostenüber- und Unterdeckungen der Vorjahre ausgeglichen. Beim Abwasser ist die Kostendeckung durch die Gebühreneinnahmen verpflichtend, wenn die Gemeinde für Baumaßnahmen an der Kläranlage den vollen Zuschussbetrag des Landes erhalten will. Und auch an der Kläranlage steht mit dem Bau der neuen Reinigungsstufe eine weitere Investition an, so dass Patrik Müller in zwei bis drei Jahren wieder mit der Anhebung des Gebührensatzes für Abwasser rechnet.