Nach dem Eintreffen der Zusagen für die zweifache Förderung der Grundschul-Sanierung biegt die Vorbereitung für das derzeit größte Hochbauprojekt der Gemeinde auf die Zielgerade ein. Für die Zwei-Millionen-Euro-Maßnahme, die 2019 und 2020 durchgeführt werden soll, erhält Immendingen vom Land einen Zuschuss in Höhe von 552 000 Euro aus dem Kommunalen Sanierungsfonds und 400 000 Euro aus dem Ausgleichsstock. Bereits erteilt wurde der Planungsauftrag für das Projekt, das unter anderem die Sanierung der Außenhülle des Quertrakts und der Aula umfasst, ebenso eine energetische Ertüchtigung der Gebäude und die Erneuerung der WC-Anlage der Aula. Nächste Aufgaben für Verwaltung und Gemeinderat sind nun die Ausschreibung und die Vergabe der Bauarbeiten.

  • Grundschultrakt wird geräumt: Dass nach der Bewilligung der Förderung die weiteren Schritte des wichtigen Sanierungsprojekts beginnen können, hat Bürgermeister Markus Hugger mit Freude kommentiert. Nach der Vergabe der Planungsarbeiten Ende Februar ist jetzt erneut der Gemeinderat gefordert. Sind die Ausschreibungen genehmigt und die Submission erfolgt, vergibt das Gremium die einzelnen Gewerke an die Handwerker. Bereits zuvor wird das Grundschulgebäude für die Sanierung vorbereitet. Hugger: „Der Quertrakt wird geräumt und die Klassenräume in andere Schulgebäude verlegt, damit die Baumaßarbeiten dann auch während des Schulbetriebs laufen können.“ Erste Möbel wurden schon in dieser Woche aus den Schulräumen entfernt.
  • Betagtes Gebäude: Der Quertrakt der einstigen Grundschule der Schlossschule stammt noch aus der Zeit von 1962/63 und blieb im Äußeren bisher unverändert. Geplant ist nun vor allem die Erneuerung der Außenhülle des Gebäudes und der Aula sowie die Sanierung der Damen- und Lehrer-WCs, die zur Aula gehören und auch bei Veranstaltungen genutzt werden. Die vorgesehenen Arbeiten gliedern sich in verschiedene Bereiche auf. Das Fundament soll trockengelegt werden, um aufsteigender Feuchtigkeit entgegenzuwirken. Das Mauerwerk der Gebäudehülle wird auf schadhafte Stellen untersucht, die dann beseitigt werden. Wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind, wird ein mineralisches Wärmedämmverbund-System auf das Mauerwerk aufgebracht.
  • Dächer werden saniert: Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der Sanierung der Dachflächen. So werden die Schrägdächer des Querbaus, der Pausenhalle und der Aula gedämmt und mit einer Alublech-Eindeckung versehen. Außerdem werden die Flachdächer gedämmt, abgedichtet und abschließend extensiv begrünt. Die Verglasungen der Treppenhäuser, der Pausenhalle und der Aula sollen durch neue, effiziente Holz-Alu-Riegel-Konstruktionen ersetzt werden. Das gilt auch für die Fenster der Klassenzimmer.
  • Zwei Millionen Euro Aufwand: Die Gesamtkosten des Großprojekts einschließlich Baunebenkosten betragen 1,9 Millionen Euro und werden auf die beiden Jahre 2019 und 2020 verteilt. Auf Grund dieser Kostenschätzung beläuft sich das Planungshonorar auf 190 861 Euro, was einen Brutto-Betrag von 224 257 Euro ergibt. Mit der Planung beauftragt hat der Gemeinderat im Februar die Rottweiler KTL-Architekten, mit denen die Gemeinde bei Umbau und Sanierung der Witthohhalle in Hattingen gute Erfahrungen gemacht hat.