Die Gemeinde Immendingen kann für größere Gewerbeansiedlungen vorerst keine Flächen mehr bereitstellen. Nachdem im Gewerbegebiet „Donau-Hegau“ gegenüber dem Daimler-Prüfzentrum noch ein weiterer neuer Interessent ansiedeln will, gibt es nur noch einen kleinen Restbereich, der möglicherweise sogar als Reservefläche benötigt wird. Weil auch in anderen Immendinger Industrie- und Gewerbegebieten der freie Platz ausgeht, wollen Bürgermeister Markus Hugger und der Gemeinderat die Erweiterung des Areals „Donau-Hegau“ nun weiter zügig vorantreiben. Ein erster Grundstein für eine Vergrößerung des Gebiets auf mehr als die doppelte Fläche wurde bereits im März gelegt. Damals vergab der Gemeinderat das städtebauliche Konzept.

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  • Formel D will bauen: Im Immendinger Rathaus ist man sich über den bevorstehenden Mangel an Gewerbeflächen bereits seit längerem im Klaren. Zu groß war der Ansturm auf die Flächen im Gebiet „Donau-Hegau“ an der Landesstraße 225 Richtung Engen. Und das nicht allein wegen des benachbarten Daimler-Prüfzentrums. „Wir haben jetzt mit der Firma Formel D noch einen letzten neuen Interessenten für eine großflächige Ansiedlung, danach gibt es nur noch eine kleine Optionsfläche in dem Gebiet“, so Hugger. Das Unternehmen, das ebenfalls in der Automobilbranche tätig sei und mit dem Immendinger Projektentwickler Adventus zusammenarbeitet, habe für das Grundstück eine „verlässliche Reservierung“ vorgenommen und plane den Bau einer Halle. „Das Baugesuch wird im September im Gemeinderat beraten“, erklärt Hugger.
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  • Rasche Aufsiedlung: Das Interesse der Firma Formel D zeigt einmal mehr, wie attraktiv die Flächen im Gebiet „Donau-Hegau“ sind, das nun sehr rasch aufgesiedelt war. Was einst mit den Firmen Szeglat und Schirmbeck gegenüber dem Technischen Betrieb des Bundeswehrdienstleistungszentrums begann, setzte sich mit dem Neubau der Holzfertigungshalle und des Bürotrakts der Firma Zeller-Jochum Holzbau fort. Jüngst hat die Knoblauch GmbH ihre neue Prototypen-Wartungshalle, Büros und großem, technisch ausgestatten Parkplatz für Testfahrzeuge fertiggestellt. Derzeit baut die Firma Bertrandt eine provisorische Produktionshalle und plant ein Großprojekt mit weiteren Hallen und Bürogebäuden. Das Unternehmen Hu-Friedy hat ebenfalls ein Grundstück erworben. Die Firma bringt die Medizintechnik in das Gewerbeareal, das damit einen gesunden Branchenmix vorweisen kann.
  • Erweiterung wird vorbereitet: Nach dem Willen von Verwaltung und Gemeinderat soll das Gebiet „Donau-Hegau“, das derzeit eine Fläche von 16 Hektar hat, nun um 21 Hektar in Richtung Süden erweitert werden. Das heißt, die Erweiterung erfolgt in Richtung Wald, nicht in Richtung Gasthaus Hauser und nicht auf Agrarflächen. Ein erstes Hearing mit dem Forst hat bereits stattgefunden. Unter anderem gilt es neben Naturschutz- und Forstinteresse vor allem auch Bereiche beim Wildkorridor des Daimler-Prüfzentrums zu berücksichtigen. Der Gemeinderat hat das Büro Baldauf mit dem städtebaulichen Konzept für das Projekt beauftragt und die Firma Baader Konzept mit den Umweltprüfungen. Hugger: „Einen Aufstellungsbeschluss für das Erweiterungsverfahren gibt es zwar noch nicht, aber zumindest schon eine erste Trägerbeteiligung“. Bis das Erweiterungsgebiet entwickelt ist, gilt es dann allerdings noch etliche weitere Verfahrensschritte zu durchlaufen.