50 Feuerwehrleute der vier Abteilungen der Immendinger Gesamtwehr waren am Samstagnachmittag an einer großen Schauübung beteiligt, die als gemeinsame Herbstprobe abgehalten wurde. Die Übungsannahme lautete, dass ein Teil des historischen Unteren Schlosses in Brand geraten und eine Mutter mit ihren Kindern in den oberen Stockwerken eingeschlossen ist. Die Familie musste von der Feuerwehr gerettet werden.

Viele Zuschauer beobachten die Übung

Eine große Zahl von Zuschauern, unter ihnen Bürgermeister Markus Hugger, Ortsvorsteher, Gemeinde- und Ortschaftsräte, verfolgten die Übung, deren Verlauf von Gesamtkommandant Andreas Heitzmann über Lautsprecher kommentiert wurde. Die Leitung des Übungseinsatzes hatte der Immendinger Abteilungskommandant Winfried Heitzmann. Die Abteilung Immendingen/Zimmern rückte nach der Alarmierung als erste mit ihrem neuen Mannschaftstransportwagen an, gefolgt von ihren beiden Löschfahrzeugen.

Abteilung Mauenheim bringt ihren Tragkraftspritzenanhänger mit

Mit den 2000 Litern Wasser im Löschfahrzeug wurde der erste Löschangriff gestartet. Den Immendinger Wehrleuten folgten als erste die Ippinger, danach die Hattinger, beide mit ihren Staffellöschfahrzeugen. Dann rückte noch die Abteilung Mauenheim an, die jetzt über den früheren Immendinger Mannschaftstransporter verfügt und damit ihren Tragkraftspritzenanhänger zum Einsatz bringen kann.

Selbstrettung aus dem dritten Stock über ein Seil

Während die Immendinger Wehr über eine dreiteilige Schiebleiter die beiden Kinder aus dem dritten Stockwerk befreite und die Mutter aus dem verrauchten Treppenhaus rettete, löschten die Hattinger den angenommenen Brand von der Rückseite des Gebäudes. Die Abteilungen Ippingen und Mauenheim verlegten eine Schlauchleitung zur nahen Donau, um die Versorgung mit Löschwasser zusätzlich zu sichern. Wegen der notwendigen Menschenrettung hätte man im Ernstfall weitere Atemschutzgeräte-Träger aus Geisingen angefordert, so Abteilungskommandant Heitzmann. Außerdem auch die Drehleiter aus Tuttlingen, die jedoch an der Übung nicht teilnahm. Zum Schluss zeigten die Feuerwehrmänner noch eine Selbstrettung aus dem dritten Stock über ein Seil.

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Die 50 Teilnehmer an der Übung reihten sich schließlich zur Manöverkritik noch vor dem Schloss auf. Bürgermeister Markus Hugger dankte ihnen für den Übungseinsatz. Gerade historische Gebäude, die noch nicht auf moderne Brandschutzanforderungen umgestellt sind, seien gute und wichtige Übungsobjekte.