In fast allen Ortsteilen sowie in den beiden Hauptgemeinden fanden am Wochenende die Gedenkfeiern anlässlich des Volkstrauertags statt. Die Feiern waren teilweise bereits am Samstagabend nach den Vorabendmessen, größtenteils aber am Sonntagmorgen. Die Gemeinden ehrten mit den Gedenkfeiern die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege und die Opfer der Gewaltherrschaft.

Musikvereine und Chöre aktiv

In Immendingen fand die Gedenkfeier dieses Jahr am Sonntag, nach dem Gottesdienst statt. Die Feier wurde am Ehrenmal auf dem Friedhof unter Mitwirkung der Gemeindemusikkapelle, des Gesangvereins "Liederkranz", eines Vertreters für die Kirchengemeinden, Schülern der Reischachschule sowie der Freiwilligen Feuerwehr und des DRK abgehalten. Auch in den Ortsteilen fanden außer Hattingen Gedenkfeiern statt, die von Chören und Musikern umrahmt wurden.

Gedenkfeiern am Samstag und am Sonntag

In der Region Geisingen fanden in Aulfingen die Feier bereits am Samstag, in den anderen Stadtteilen sowie in Geisingen am Sonntag statt. Auch hier waren Musikvereine und Chöre dabei, in Geisingen umrahmte die Stadtmusik den Gottesdienst sowie die Kranzniederlegung.

Kaum mehr Zeitzeugen

Bürgermeister Walter Hengstler erinnerte an die Worte von Albert Schweizer "Die Soldatengräber sind die Prediger des Friedens". 100 Jahre nach dem Ende des Ersten und 73 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gebe es immer weniger Zeitzeugen dieser schrecklichen Zeiten. Die heutigen Jugendlichen würden diese Zeit nicht mehr von ihren Eltern und Großeltern aus Erzählungen kennen sondern nur noch aus dem Unterricht.

Volkstrauertag kein verstaubtes Ritual

Der Volkstrauertag, so Hengstler, sei kein verstaubtes Ritual aus der Vergangenheit, es gehe um viel mehr als um eine Tradition. Man erinnere an die zahlreichen Opfer von Kriegen, Vertreibung und Gewalt auch aus Konflikten der Gegenwart. 80 Millionen Tote hätte beide Weltkriegen gefordert, so viele Menschen, wie heute in Deutschland lebten, betonte Hengstler. Nach dem Gottesdienst legten Hengstler und der VdK-Vorsitzende Hans Madajewski am Ehrenmal einen Kranz nieder.