Weithin sichtbar ziert auch in diesem Jahr der Maibaum den Platz vor dem Leipferdinger Rathaus. Breits zum 38. Mal haben die Maibaumfreunde mit vereinten Kräften das Wahrzeichen mit Verstärkung durch Aktive der Narrenzunft und Unterstützung durch eine Anzahl Einwohner mit langen Stangen unter dem Kommando von Wolfgang Weh mit „Hau-Ruck“ in die Höhe gewuchtet. In Leipferdingen wird damit eine Tradition gepflegt und der Baum nicht wie teilweise andernorts mit einem Traktor und Frontlader hochgedrückt. Zum Maibaumstellen haben sich wieder zahlreiche Schaulustige eingefunden. Die Fichte, vom kommunalen Forst zur Verfügung gestellt, ist 27 Meter hoch.

Aufwändig sind auch die Vorbereitungen. Neben dem Einschlag und dem Entrinden erfordert insbesondere die Fertigung der drei Kränze, die mit Papierrosen geschmückt werden, beachtliche Zeit. Am Stamm ist neben dem Ortswappen auch das Wappen der Kirche angebracht. Zudem sind die Embleme der örtlichen Handwerksbetriebe dargestellt. Der Baum bleibt den ganzen Monat Mai über stehen. Nach dem Fällen findet die jährliche Aktion mit einem Hock ihren gemütlichen Abschluss.

Die Leipferdinger Maibaumfreunde sorgen für ein schönes Maiwahrzeichen. Von links Wolfgang Weh, Günter Frank, Dietmar Speck, Friedhelm Maus, Michael Stihl, Rolf Fluck, Werner Frank und vorne Alfred Hornung. Bild: Franz Dreyer
Die Leipferdinger Maibaumfreunde sorgen für ein schönes Maiwahrzeichen. Von links Wolfgang Weh, Günter Frank, Dietmar Speck, Friedhelm Maus, Michael Stihl, Rolf Fluck, Werner Frank und vorne Alfred Hornung. Bild: Franz Dreyer

Der Leipferdinger Maibaum hat die längste Tradition in der Regiot Geisingen. Die ersten Maibäume wurden in der Nacht aufgestellt. Irgendwann hat sich die Gruppe, die sich aus dem früheren Stammtisch „Schluckspecht Germanie“ etabliert hat, Gedanken gemacht, den Baum entsprechend zu dekorieren und zu verzieren. Und bald stellte man ihn nicht mehr in der Nacht. Es musste ja nicht mehr anonym sein, man durfte auch zeigen, wer hinter der Aktion steht. Das gesamte Maibaumteam hofft, dass die Tradition auch dann noch gepflegt wird, wenn das jetzige Team sich zurückzieht.