Weniger Kriminalstraftaten und einen deutlichen Rückgang bei den Verkehrsunfällen verzeichnet die aktuell im Gemeinderat vorgestellte Statistik 2016 des Polizeipräsidiums Tuttlingen für den Bereich der Gemeinde Immendingen. Die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle im Gebiet Immendingen ging im Vergleich zu 2015 von 41 auf noch 29 zurück. Die kriminellen Delikte nahmen von 287 im vorletzten Jahr auf 284 im Jahr 2016 ab. Leicht rückläufig war die Aufklärungsquote bei den Kriminalstraftaten, die von 72,8 auf 67,1 Prozent zurückging. Bürgermeister Markus Hugger kommentierte die von der Polizei vorgelegten Zahlen als zufriedenstellend.

  • Gute Polizeiarbeit: "Die neue Statistik für 2016 hat kaum Veränderungen ergeben," erklärte Hugger bei der Gemeinderatssitzung. "Alles ist im grünen Bereich", meinte er, nachdem er die Zahlen auch mit dem Leiter des Polizeipostens Immendingen, Rainer Eiberle erörtert hatte. Die Aufklärungsquote der Kriminalstraftaten im Bereich Immendingen sei zwar leicht zurückgegangen, liege aber immer noch über derjenigen des Landkreises Tuttlingen. "Das zeigt, dass vom Polizeiposten Immendingen gute Arbeit leistet wird," betonte der Bürgermeister und meinte, dass die Gemeinde gut durch die Polizisten betreut werde.
  • Deliktzahl sinkt um 1,4 Prozent: Die Zahl aller 2016 in Immendingen verübten Kriminalstraftaten lag bei 284, was gegenüber 2015 eine Abnahme um 1,4 Prozent bedeutet.
    Aufgeklärt wurden 190 Delikte (2015: 209), woraus sich eine Aufklärungsquote von 67,1 Prozent ergibt (72,8 Prozent). Die Zahl der Tatverdächtigen sank um 4,7 Prozent von 193 im vorletzten Jahr auf noch 184 im Jahr 2016. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg an und betrug im letzten Jahr 90 bzw. 48,9 Prozent aller Tatverdächtigen (2015: 73 bzw. 37,8 Prozent). Von den 184 Tatverdächtigen waren 45 (54) unter 21 Jahren, acht (eins) Kinder, 21 (27) Jugendliche und 16 (26) Heranwachsende.
  • Straftaten im Einzelnen: Folgende Deliktsbereiche wurden in der Kriminalstatistik der Polizei Tuttlingen für das Gebiet der Gesamtgemeinde Immendingen erfasst (in Klammern die Zahlen von 2015): Sexualstraftaten zwei (fünf), Rohheitsdelikte 42 (37), Diebstähle 78 (67), Vermögens- und Fälschungsdelikte 85 (82), Verstöße gegen das Ausländer- und Asylverfahrensgesetz 14 (sechs), Wirtschaftskriminalität ein Delikt (drei), Rauschgiftdelikte 29 (30), Straßenkriminalität 49 (35), Gewaltkriminalität fünf (sieben).
  • Unfallzahlen sinken: Positiv fiel 2016 die Verkehrsunfallstatistik der Tuttlinger Polizei für die Straßen im Immendinger Gemeindegebiet aus. Erstmals nach einem dauerhaften Anstieg der Gesamtunfallzahlen seit 2011 war im vergangenen Jahr wieder ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. So gab es 2011 auf Immendinger Gemarkung 35 Unfälle, 2012 waren es 34, 2013 39, 2014 38 und 2015 sogar 41 Verkehrsunfälle. Von den 29 Unfällen des Jahres 2016 passierten 18 (23) innerorts und elf (18) außerhalb.
    Unfälle mit Verletzten gab es fünf (vier) innerhalb des Ortes und fünf (elf) außerhalb. Tödliche Verkehrsunfälle geschahen 2016 zum Glück gar keine, während es 2015 noch vier Unglücke mit tödlichem Verlauf außerhalb des Orts gab. Bei drei innerörtlichen (drei) und einem (fünf) außerhalb passierten Unfall/Unfällen wurden Menschen schwer verletzt. Leichtverletzte waren es bei fünf (vier) Unfällen innerorts und sieben (fünf) außerorts.. Außerdem verzeichnete die Polizei 2016 einen (zwei) Unfall mit Alkoholeinfluss, einen (einen) mit Alkoholeinfluss und Personenschaden sowie keine Unfälle unter Drogen.

Keine Drogenunfälle

In der Verkehrsunfallstatistik für das Gebiet Immendingen hat die Polizei seit 2011 keinen Unfall verzeichnet, der durch einen Fahrer unter Drogeneinfluss verursacht wurde. Dagegen gab es in den letzten sechs Jahren immer wieder Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, auch solche, die Verletzte zur Folge hatten. Die höchste Zahl an alkoholbedingten Unfällen gab es im Jahr 2012 mit insgesamt vier Unglücken, gefolgt von den Jahren 2011, 2013 und 2015 mit je zwei Verkehrsunfällen sowie 2014 und 2016 mit je einem Unfall. In den Jahren 2011 und 2013 wurden in der Region Immendingen zwei Menschen bei Alkoholunfällen verletzt, 2015 und 2016 je einer. (feu)