Bei kompletter Belegung wie im Frühjahr 2019 kümmern sich 21 Erzieherinnen im katholischen Kindergarten St. Josef, der größten von vier Kinderbetreuungseinrichtungen in Immendingen, um 136 Kinder aus 17 verschiedenen Nationen. Seit 2017 ist St. Josef eine anerkannte Sprach-Kita mit einer zusätzlichen Fachkraft für diesen Zweck. Neben einem vielseitigen Betreuungsprogramm, religiöser und sozialer Wertevermittlung bilden die Sprachprojekte einen der Schwerpunkte der Kindergartenarbeit. Dabei werden nicht nur die Kleinen speziell geschult, sondern auch die Eltern einbezogen. Über die aktuelle Entwicklung gab es beim ersten Elternabend des Kindergartenjahres neue Informationen.

  • 109 Jahre kirchlicher Träger: An die 60 Eltern fanden sich zu dieser Versammlung im Turnraum des Kindergartens ein. Pfarrer Axel Maier erläuterte zu Beginn, dass die katholische Kirche bereits im 109. Jahr Träger der Einrichtung sei, während Grundstück und Gebäude der Gemeinde gehören, die auch einen Großteil der Kosten der Einrichtung trage. Für Bürgermeister Markus Hugger informierte dessen Stellvertreterin Monika Kienzle, dass die Gemeinde jüngst große Beträge in den Brandschutz für den Kindergarten investiert habe. Ebenso werde die Außenanlage laufend auf Vordermann gehalten. Kienzle wies auch auf den Neubau der Hindenburgstraßen-Brücke in direkter Nachbarschaft des Kindergartens hin, der 2020 erfolge.
  • Kooperation mit Schule: Auf die Kooperation der Grundschule Immendingen gingen Schulleiterin Julia Wollenhöfer und Kooperationslehrerin Laurence Kathol ein. Wollenhöfer sprach die gesetzlich noch nicht neu geregelte Frage der Verschiebung des Stichtags für die Einschulung an. Kathol erklärte, dass sie immer freitags 90 Minuten mit den ältesten Kindergartenkindern arbeite, um für sie einen kindgerechten Übergang vom Kindergarten in die Schule zu gestalten. Bei einer Vorstellungsrunde lernten die Eltern dann die Leiterin des Kindergartens, Danja Kossmann, sowie alle 20 Erzieherinnen kennen, die dem Kindergarten-Team angehören.
  • Drei Sprachförderprogramme: Wie Kossmann in ihrem Bericht erläuterte, besuchen derzeit 102 Kinder die Einrichtung, im Oktober sind es 110 und bis zum Frühjahr werde eine Vollbelegung mit 136 Kindern erreicht. Eine Warteliste gebe es im Moment noch nicht. Die fünf Plätze für unter Dreijährige seien jedoch lang im Voraus ausgebucht. Kossmann informierte weiter, dass es in St. Josef die klassische Sprachförderung gebe, ferner profitiere man vom Landesförderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“ und sei seit April 2017 als „Sprach-Kita“ in einem bis Ende 2020 dauernden Bundesprogramm aufgenommen. Hieran würden auch die Eltern bei Aktionen beteiligt, wie etwa dem „Europäischen Tag der Sprachen“ oder derzeit an dem Projekt „Wie viele Nationen gibt es im Kindergarten?“ Zum aktuellen Projekt informierte Fachkraft Stephanie Stier.
  • Von Muttertagstreff bis Waldprojekt: Über eine Vielzahl weiterer Aktivitäten während des Kindergartenjahres, die vom Muttertagsfrühstück über ein religiöses Projekt mit Pfarrer Axel Maier bis hin zum Waldprojekt oder der großen Freilichttheaterfahrt reichten, berichteten Danja Kossmann, ihre Stellvertreterin Silke Schuler und Elternbeiratsvorsitzende Isabelle Knoblauch in einer Präsentation, ehe die Eltern in den Gruppen die neuen Elternbeiräte wählten.