Es gibt Menschen, die zu ihren Lebensaufgaben auch den Dienst an der Allgemeinheit zählen. Zu ihnen gehört Rupert Engesser aus Hattingen. Addiert man die Jahre, in denen Rupert Engesser sich beim Sozialverband VdK sowohl auf Orts- als auch auf Kreisebene verdienstvoll engagiert, so ergibt sich die stolze Zahl 40, die Hälfte seines bisherigen Lebens.

Als Vorsitzender leitet er seit 1996 den Immendinger Ortsverband und steht darüber hinaus seit dem Jahr 2000 jeweils ununterbrochen dem Kreisverband Donaueschingen vor. Bescheiden, wie gewohnt, verzichtet er jedoch auf eine Jubiläumsfeier. Und das Erstaunliche ist. Obwohl er dieser Tage seinen 80. Geburtstag feiern konnte, denkt er nicht ans Aufhören. "Es ist es mir ein Anliegen, soweit es meine Kräfte zulassen und es gewünscht ist, werde ich mich weiter tatkräftig für den Sozialverband einsetzen", sagt er.

Auf Jubiläumsfeier verzichtet

Seit der Übernahme des Amtes als Immendinger Ortsverbandsvorsitzender bedeutet der VdK für ihn einen wesentlichen Teil seines Lebens. Bei seinem Amtsantritt befand sich der VdK in einer Phase des Umbruchs von einer Interessenvertretung der Kriegsopfer, deretwegen er einst gegründet worden war, hin zu einem modernen Sozialverband. Mit viel Herzblut hat er beispielhafte Aufbauarbeit geleistet, die reiche Früchte trägt. Die Zahl der Mitglieder des Ortsverbands, der sich durch seinen Einsatz auf einer Erfolgswelle befindet, hat er von 55 auf heute 526 gesteigert. In der langen Zeit zeigte er vielen Menschen Lösungswege in ihren Problemen und Anliegen auf.

Wichtig ist ihm zudem, seinen Mitgliedern eine Gemeinschaft zu bieten, in der sie sich wohl fühlen können. Die ambitionierten Jahresprogramme beinhalten die Organisation von Geselligkeiten wie die monatlichen Kaffeenachmittage, die Veranstaltung von Festen wie beispielsweise das Pfingstrosenfest und das Grillfest, die Familiennachmittage und die jährliche Weihnachtsfeier. Hinzu kommen jährlich mehre Ausflüge und mehrtägige Reisen sowie der Besuch der Mitglieder bei Geburtstagen. Auch für den Kreisverband bringt er vollen Einsatz.

Das Hattinger Urgestein kann auf ein arbeitsreiches Leben zurückblicken. Neben seiner Begeisterung für die Landwirtschaft arbeitete er zudem 24 Jahre bei der Straßenmeisterei Geisingen und setzte sich als Personalrat sowohl beim Straßenbauamt Donaueschingen wie auch beim Regierungspräsidium Freiburg für seine Kollegen ein.

Aktiv war er auch in örtlichen Vereinen: als Mitglied der Feuerwehr, als Elferrat im Narrenverein und spielte 30 Jahre in der Hattinger Musik.

Seine herausragenden sozialen Verdienste fanden mit der Landesehrennadel und der goldenen Verdienstnadel des VdK ihre gebührende Würdigung. Immer wieder ist zu hören: „Da ist einer, ganz sympathisch, und der kann weiterhelfen“. Nachhaltig unterstützt wird er in seinem Wirken von seiner Gattin Monika, mit der er seit 52 Jahren verheiratet ist, und die sich als Kassiererin des Ortsverbands und Kreisfrauenbeauftragte engagiert.