Das neue zweigeschossige Feuerwehrhaus mit einer Fahrzeughalle für fünf Feuerwehrfahrzeuge, einer Halle für drei Abrollcontainer, Übungshof, Umkleide-, Schulungsräumen und einem Übungsturm entsteht in den kommenden Jahren bei der Sporthalle. Der Gemeinderat hat am Montagabend seine Zustimmung zur Vorplanung des Projekts gegeben, das mehrere Millionen Euro kosten wird. Damit weicht das Gremium von den ursprünglichen Plänen ab, das Magazin im Bahnhofsbereich zu erstellen, da die dortige Fläche für Parkplätze des neuen Bahnhofsareals benötigt wird. In Arrondierung der vom Rathaus bis zur Sporthalle konzentrierten öffentlichen Gebäude ist gegenüber dem neuen Feuerwehrhaus später der Standort des Bauhofs vorgesehen und neben dem Magazin ein DRK-Gebäude.

  • Der Standort: Der neue Standort für das Feuerwehrhaus ist Teil des ebenfalls neu ausgewiesenen Bebauungsgebiets "Hinterwieden", das außer dem Areal für öffentliche Gebäude als gemischtes Gewerbe- und Wohngebiet für Mehrfamilienhäuser geplant ist. Das Grundstück für das neue Magazin ist 4350 Quadratmeter groß und im Gegensatz zum Areal beim Bahnhof nun rechtwinklig, daher einfacher zu bebauen. Wie Architekt Andreas Wieser im Gemeinderat erläuterte, sei das Raumprogramm mit wieder im Detail mit der Feuerwehr abgestimmt worden. Wieser legte dem Gremium eine Vorplanung mit zwei unterschiedlichen Varianten vor, wobei nur die Anordnung der einzelnen Hallen, nicht jedoch die Räume insgesamt verändert wurden.
  • Das Raumprogramm: Vorgesehen ist eine Halle mit drei Stellplätzen für Löschfahrzeuge und zwei für Mannschaftstransporter, außerdem eine weitere Halle für drei Abrollcontainer. Der Flächenbedarf für Umkleide- und Schulungsräume wurde für 60 Personen ausgelegt. Die geplante Einsatzabteilung umfasst dabei 30 Männer, zehn Frauen und 20 Jugendliche. Im Erdgeschoss sind noch eine Werkstatt und ein Lager geplant, im Obergeschoss ein großer Schulungsraum, ein Jugendraum, ein "Floriansstüble", ein Büro, Neben- und Sozialräume. Ein Übungsturm wurde optional eingeplant, wäre jedoch laut Feuerwehr wünschenswert. Die zweite Planvariante besteht aus einer Spiegelung der Gebäudeteile und des nebenan geplanten DRK-Hauses. Die Varianten sind wegen des Lärmschutzes gegenüber dem angrenzenden Wohngebiet von Bedeutung, da das Wechseln der Ladebrücken lärmintensiv ist.
  • Die Zufahrt: Die Zufahrt zum neuen Gerätehaus erfolgt über die Straße zwischen dem Mutpol-Gebäude und dem Sportplatz, die auf eine Breite von sechs Metern plus 2,50 Meter Gehweg ausgebaut wird. Parkplätze für die Einsatzkräfte entstehen hinter dem neuen Magazin. Auch die Parkplätze der nebenan befindlichen Sporthalle werden künftig hinter die Halle verlegt. In der Diskussion betonte Bürgermeister Markus Hugger, dass bei der Entscheidung für eine der Varianten ein Lärmgutachten ausschlaggebend sein werde, das unverzichtbar sei.
  • Der Zeitplan: Vom Gemeinderat wurde die zeitliche Planung angesprochen. Laut Hugger wird die intensive Vorplanung noch Zeit bis Februar 2019 in Anspruch nehmen. "Qualität geht vor Schnelligkeit", so der Bürgermeister. "Wir bauen ein Gebäude, das lang halten muss." Diskutiert wurde auch über Wärmeversorgung und Parkplatzfrage. Der Gemeinderat stimmte dem neuen Standort und weiteren vorbereitenden Maßnahmen einhellig zu.
Auf der Rückseite des neuen Feuerwehrmagazins sind in der Vorplanung Parkplätze für die Einsatzkräfte vorgesehen.
Auf der Rückseite des neuen Feuerwehrmagazins sind in der Vorplanung Parkplätze für die Einsatzkräfte vorgesehen. | Bild: Visualisierung: Architekturbüro Andreas Wieser