Die zehnte Motorradausfahrt für mehr Menschlichkeit hat, was Spendenbetrag und Teilnehmerzahl angeht, einen neuen Rekord aufgestellt. Über hundert Maschinen und 120 Fahrer und Beifahrer beteiligten sich an der Tour zum Kinderdorf Wahlwies bei Stockach. Vor Ort übergab Bürgermeister Markus Hugger 4520 Euro als Spende aus den Teilnehmerbeiträgen an eine Vertreterin der Einrichtung. Wie Hugger am Montag in seiner Bilanz informierte, ist im weiteren Verlauf der Ausfahrt zusätzliches Spendengeld von 500 Euro zusammen gekommen. Diese Summe sei schon ein Grundbetrag für die elfte Motorradausfahrt 2020, die zu einem Villinger Kinderhospiz führt.

  • Fahrt verläuft unfallfrei: „Die zehnte Tour mit über hundert Motorradfahrern war wieder sehr gelungen, ist ohne Zwischenfälle und unfallfrei verlaufen,“ freute sich Markus Hugger in seinem Fazit. Die Teilnehmer hätten sich sehr zufrieden mit der Organisation der Ausfahrt gezeigt, die wieder von zwei durch Bruno Au und Gerhard Mozer gesteuerte Polizeimotorräder begleitet wurde. Den erste Stop legten die Biker nach der Fahrt durch Baar und Hegau am Berggasthof Burg Rosenegg ein. Danach fuhren die Teilnehmer über die Höri, Radolfzell und den Bodanrück nach Wahlwies. Am Ziel der Spendenübergabe im Pestalozzi-Kinderdorf angekommen, legte der Tross wieder die Mittagspause ein.
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  • Kinder freuen sich über Motorräder: Aus den Teilnehmerbeiträgen aller Fahrer und Beifahrer der zehnten Motorradausfahrt für mehr Menschlichkeit übergab Markus Hugger an Anne Okolowitz, die stellvertretende Ressortleiterin für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, die Spende in Höhe von 4520 Euro. Die große Gruppe erhielt im Kinderdorf das Mittagessen und wurde über die Arbeit der Einrichtung informiert. Diese kümmert sich um Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können oder keine Eltern mehr haben und bietet den Schützlingen ein Familienleben in den Häusern des Kinderdorfs. Die Kinder freuten sich, dass sie nach der Ankunft der Motorradfahrer deren Maschinen und die Polizeimotorräder aus der Nähe anschauen konnten. Hugger: „Einige der Maschinen, der Beiwagen oder das Quad wurden mit den Kindern auch bewegt“.
  • Erstmals Übernachtung: Um 14 Uhr ging es für den Tross dann weiter nach Pfullendorf zum Tanken. Zwar gab es hier einen Schauer, doch habe das Wetter sonst während der ganzen Tour recht gut gehalten, so Hugger. Im Zündapp-Museum in Sigmaringen wurden die Biker durch Betreuer Oliver Bleser empfangen, der einiges Interessantes über die ausgestellten Fahrzeuge zu berichten wusste. Letzter Zielpunkt des Tages war dann der Talhof der Familie Frei, wo das Wetter wieder aufgeklart hatte und einem Grillabend im Freien nichts im Wege stand. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe „Zitronenschüttler“, die im Interesse des guten Zwecks ihre Gage für die Aktion spendete. Auch die Familie Frei, auf deren Hof die Teilnehmer übernachteten, schoss noch einen Geldbetrag zu, so dass für das Ziel der elften Motorradausfahrt für mehr Menschlichkeit bereits wieder die eine Spendensumme von 500 Euro vorhanden ist. Und wie jedes Jahr weiß Markus Hugger auch schon wieder, welche Einrichtung als nächste von der Benefiztour angesteuert wird: „Wir fahren nach Villingen und besuchen dort das neu geschaffene Kinderhospiz „Sternschnuppe“.