Im Immendinger Ortszentrum entsteht ab Ende 2020 eine neue Seniorenwohnanlage mit 30 Wohneinheiten. Das dreigeschossige, L-förmige Gebäude mit viertem Staffelgeschoss bietet auf knapp 2400 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche die Möglichkeiten zur Tagespflege, zu einer Pflege-Wohngemeinschaft und zum betreuten Wohnen. Die Baufläche für das Gebäude liegt zurückgesetzt auf dem bislang größtenteils unbebauten Grundstück am Schlossplatz, wird aber von der Turngasse aus erschlossen. Von dort aus erfolgt auch die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage. Projektentwickler Adventus, der die Maßnahme in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Immendingen auf den Weg bringen wird, hat das Projekt am Mittwochabend für Anlieger und interessierte Bürger detailliert vorgestellt.

Die neue Seniorenwohnanlage „Schlossplatz“ mit 30 Wohneinheiten für Tagespflege, Pflegewohn-Gemeinschaft und betreutes Wohnen entsteht ab Ende 2020 im Zentrum der Gemeinde Immendingen. Geplant ist ein L-förmiges Gebäude mit drei Voll- und einem zurückversetzten vierten Staffelgeschoss. Der Komplex hat eine Tiefgarage, deren Zufahrt über die Turngasse erfolgt.
Die neue Seniorenwohnanlage „Schlossplatz“ mit 30 Wohneinheiten für Tagespflege, Pflegewohn-Gemeinschaft und betreutes Wohnen entsteht ab Ende 2020 im Zentrum der Gemeinde Immendingen. Geplant ist ein L-förmiges Gebäude mit drei Voll- und einem zurückversetzten vierten Staffelgeschoss. Der Komplex hat eine Tiefgarage, deren Zufahrt über die Turngasse erfolgt. | Bild: KTL Architekten Rottweil
  • Bedarf ist groß: Bereits seit mehr als einem Jahr sei Adventus dabei, die neue Seniorenwohnanlage zu planen, erklärte Geschäftsführer Ove Johannsen. Der Bedarf für ein solches Projekt sei in Immendingen vorhanden und der zentral gelegene, geplante Bauplatz biete sich ideal an. „So ein Baukörper braucht Platz und wir wollen auf dieser Fläche das Dienstleistungsangebot mit dem Wohnangebot vernünftig koordinieren“, so Johannsen. Bürgermeister Markus Hugger hob hervor, dass es wichtig sei, den Menschen auch im Alter eine Möglichkeit zu bieten, in ihren eigenen vier Wänden zu leben und im gewohnten Umfeld in ihrer Heimatgemeinde zu bleiben. Dafür müssten mehr zentrumsnahe, seniorengerechte und bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. „Der Gemeinderat begrüßt dieses Projekt sehr“, unterstrich Markus Hugger.
Am Informationsabend über die neue Immendinger Seniorenwohnanlage beteiligen sich Nachbarn, Anlieger und eine Anzahl interessierter Bürger. Die Veranstaltung finden in den Räumen des Projektentwicklers Adventus statt.
Am Informationsabend über die neue Immendinger Seniorenwohnanlage beteiligen sich Nachbarn, Anlieger und eine Anzahl interessierter Bürger. Die Veranstaltung finden in den Räumen des Projektentwicklers Adventus statt. | Bild: Jutta Freudig
  • Tagespflege und Pflegewohnen: Gerd Paul, Leiter der Projektentwicklung bei Adventus, stellte die neue Immendinger Seniorenwohnanlage, im Detail vor. Geplant wurde sie vom mit solchen Projekten sehr erfahrenen Architekten Peter Koczor vom Rottweiler Architekturbüro KTL. Die vorgesehene Tiefgarage bietet Raum für 20 Stellplätze, Fahrradstellplätze, einen Waschraum, Keller- und Abstellräume für sämtliche Wohneinheiten. Das Erdgeschoss des Gebäudes ist in die drei Zonen Pflegewohnen mit acht Plätzen, Verwaltung sowie Tagespflege für 20 Personen eingeteilt. Für die beiden Pflegebereiche gibt es Küchen und Aufenthaltsräume. Vom Erdgeschoss aus können Terrassen und Grünanlagen genutzt werden. Eine Umrundung des Komplexes zu Fuß ist möglich. Entsprechender Abstand zur Anschlussbebauung ist vorhanden.
  • Betreutes Wohnen: In den beiden Obergeschossen der neuen Anlage entstehen jeweils zehn völlig unterschiedliche Wohneinheiten für betreutes Wohnen. Die haben Größen von 40 bis zu 75 Quadratmetern und jeweils verschieden viele Zimmer, so dass die Nutzungen nach Bedarf möglich sind. Alle Wohnungen sind barrierefrei und haben große Balkone. Im dritten Obergeschoss, das als Staffelgeschoss zurückversetzt gebaut wird, sollen sechs Penthousewohnungen realisiert werden. Sie sind zwischen 70 und 98 Quadratmeter groß und werden durch einen umlaufenden Gang mit verglastem Geländer erschlossen. Insgesamt fügt sich das Gebäude in die umliegende Bebauung gut ein und ist mit gut zwölf Metern Höhe daran angepasst.
  • Sieben Konzeptbausteine: Was den Betrieb der Seniorenwohnanlage angeht, so baut dieser auf sieben Bausteine auf: Das Pflegewohnen, die Tagespflege, die häusliche Pflege, das ambulante betreute Wohnen, eine Pflege-Wohngemeinschaft, zusätzliches Bürgerengagement und einen Betreuungsdienst. Das Pflegewohnen kombiniert die Vorteile von stationärer und ambulanter Pflege. Die Tagespflege wird durch den Pflegedienst AKA übernommen. Dieser kümmert sich auch um die häusliche Pflege, indem er Sprechzeiten anbietet. Die Pflege-Wohngemeinschaft besteht aus acht Personen mit eigenen Zimmern, Küche und Gemeinschaftsraum. Das ambulante betreute Wohnen bietet ein breites, frei wählbares Service- und Betreuungsangebot. Das Bürgerengagement soll in einem noch zu gründenden Förderverein entstehen, dem Bewohner, Käufer, Nachbarn und weitere Interessenten angehören.