Auf wichtige Themen für die Zukunft Immendingens ging Bürgermeister Markus Hugger am Mittwochabend bei seinem Gespräch mit Immendinger Bürgern ein. Er befasste sich unter anderem mit den Aussichten für den baldigen Bau der Umgehung, dem Breitbandausbau, einem aus förderrechtlichen Gründen abgewandelten Konzept zur Sanierung der Schulgebäude, dem voraussichtlichen neuen Standort des Feuerwehrhauses und der notwendigen Erschließung neuer Bauflächen. Was Baugebiete angeht, will Hugger den Bereich „Hagnenbühl“ am Bumbis wieder neu aufgreifen. In der Diskussion wurden der zweite Donauuferpark und die städtebauliche Erneuerung im Gebiet ehemaliges Betonwerk angesprochen.

  • Gespräche gut angenommen: Die Bürgergespräche, die Markus Hugger im Vorfeld der am Sonntag, 18. März, stattfindenden Bürgermeisterwahl abhält, finden in der Bevölkerung bisher eine sehr gute Resonanz. Den politischen Frühschoppen in Bachzimmern hatten 50 Bürger besucht, in Hattingen waren es rund 40, in Mauenheim etwa 35. Den Immendinger Gesprächstermin nahmen gut 20 Bürger wahr. Er sei gefragt worden, warum er die Gesprächsabende abhalte, obwohl er einziger Kandidat für die Bürgermeisterwahl sei, so Hugger am Mittwochabend. Es habe sich aber gezeigt, dass Informationsbedarf bei den Bürgern besteht und vieles vergessen wurde, was in den letzten acht Jahren in Immendingen vorangekommen ist.
  • Bilanz für acht Jahre: In einem etwa eineinhalbstündigen Vortrag zog Hugger dann die Bilanz seiner Arbeit seit 2010 und befasste sich mit Themen wie dem Abzug von Franzosen und Bundeswehr, der Notwendigkeit zur Gestaltung des Donauuferparks um die Gemeinde vor finanziellem Schaden zu bewahren, mit der Daimler-Ansiedlung und ihren Folgen, der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und steigenden Gewerbesteuer sowie dem Ortsumbau auf Grund der Neuansiedlungen im Bereich Freizeitzentrum. „Der anstehende Breitbandausbau mit der Verlegung von Glasfaserkabel würde im Fall eines Vollausbaus 16 Millionen Euro kosten“, so Hugger. „Das können wir uns nicht leisten.“ Vorerst werden in diesem Jahr 1,3 Millionen Euro investiert, um hauptsächlich die Gewerbegebiete anzuschließen.
  • Künftige Aufgaben: Was die dringend notwendige Schulsanierung angeht, will Hugger anders als in der eingeholten Studie vorgesehen nun doch mehr sanieren anstatt abzureißen. Lediglich die Bereiche Mensa und Zufahrt gelte es neu zu regeln. Beim Umgehungsbau hofft der Bürgermeister am 20. März auf ein positives Signal aus Stuttgart hinsichtlich der Planungsmittel. Bei der Flächengewinnung für Bau- und Gewerbegebiete möchte er mehr auf Wald- als Wiesen- und Ackerflächen setzen. Ein Grund, nun wieder stärker das auf sechs Hektar schon gerodete, 16 Hektar große Baugebiet „Hagnenbühl“ ins Auge zu fassen. Verkehrsmäßig lasse es sich nur über einen Kreisverkehr und eine Serpentinenstraße erschließen, so Hugger. Kanal, Wasserleitung, Breitband und mehr könnten dagegen direkt über die Steigstraße geführt werden.
  • Rege Diskussion: Die Fragen der Bürger betrafen unter anderem eine stärkere Abgrenzung des neuen Donauuferparks zwei vom benachbarten Gewerbe und die künftige Entwicklung des dortigen Gewerbegebiets. Außerdem wurde Hugger zum geplanten Baugebiet im Bachzimmerer Tal befragt. Aller Voraussicht nach werde das neue Feuerwehrhaus mit DRK nun doch dort entstehen, erklärte er. Das bisher dafür projektierte Grundstück am Bahnhof werde für öffentliche Parkplätze bei der grundlegenden Neugestaltung des Bahnhofsareals benötigt.

Bürgergespräche

In der kommenden Woche setzt Bürgermeister Markus Hugger seine Bürgergespräche fort. Am Montag, 12. März, um 19 Uhr geht es mit dem Bürgergespräch im Café „Waldhorn“ in Zimmern weiter. Ein Gesamtgespräch mit den Vereinsvorständen Immendingens und der Ortsteile steht am Dienstag, 13. März, um 19 Uhr auf dem Programm und findet im Immendinger TuS-Clubheim statt. Das letzte der Bürgergespräche setzt am Freitag vor der Wahl, am 16. März, um 19 Uhr im Gasthaus „Rebstock“ in Hintschingen den Schlusspunkt. (feu)