In einer vorbildlichen Gemeinschaftsaktion haben die Mauenheimer Franz Gessler, Erich Henninger und Lothar Rehder das im Distrikt Breitenfeld des Gemeindewaldes stehende „Rote Kreuz“ restauriert und damit vor dem Zerfall gerettet.

In einer kleinen Feierstunde segnete Pfarrer Axel Maier das für die Zukunft gesicherte Wegekreuz. Er dankte den Initiatoren für das gelungene Werk. „Kreuze an Wegen gibt es vielfach. Dass nach einer Renovation eine Einweihung erfolgen kann, ist jedoch selten. Ich freue mich deshalb, die Weihe vornehmen zu können“, so der Pfarrer. Sein Dank galt auch der Familie Horst und Elisabeth Synnatzschke, welche sich seit Jahren in lobenswerter Weise um das Kreuz und das Umfeld kümmert.

In seine Ansprache bezog Franz Gessler für den verhinderten Bürgermeister Markus Hugger auch seinen Stellvertreter Gerhard Walter und Ulrike Graupner vom Gemeinderat und Ortsvorsteher Michael Ilg mit ein, die trotz strömenden Regen zu dem Ereignis gekommen waren. Er erläuterte den Ablauf der Restaurierung und verwies darauf, dass die künstlerischen Malerarbeiten von Lothar Rehder ausgeführt wurden. Mit der Gestaltung eines Mauenheimer Ortsbrunnens und Arbeiten an der dortigen Friedhofsmauer haben die Aktiven bereits weitere Projekte verwirklicht und wollen in dieser Hinsicht auch weiterhin tätig sein.

Denkmale wie Feld- Wald- und Wegekreuze sind Zeichen der Volksfrömmigkeit früherer Generationen. Beeindruckende Erlebnisse oder Schicksale waren vielfach Anlass für die Errichtung solcher Denkmale durch einzelne Personen oder Familien. Oft liegt im Dunkeln, wer die Aufstellung solcher Kreuze veranlasst hat und welchen Grund es hierfür gab. So verhält es sich auch bei dem mitten im Wald im Revier von Förster Martin Schrenk stehenden „Roten Kreuz“.

Um seine Entstehung ranken sich mehrere Geschichten: Mehrere alt eingesessene Familien aus Hattingen haben berichtet, dass nach der Überlieferung durch ihre Vorfahren an der Stelle, an welcher das sogenannte „ Rote Kreuz“ steht, ein Pfarrer mit seinem Messner ermordet wurde. Wann dies geschehen sein soll ist jedoch nicht überliefert. Aus der Flurnamenforschung könnte abgeleitet werden, dass die Bezeichnung „Rotes Kreuz“ im Zusammenhang mit einer Wegekreuzung gesehen werden kann, zumal das Kreuz am Übergang vom Rehhag- in den Kirchtalweg steht.