Marlies Aschmann ist vom Ortschaftsrat Hintschingen bei seiner konstituierenden Sitzung am Dienstagabend einstimmig erneut zur Ortsvorsteherin gewählt worden. Damit steht die bislang einzige weibliche Ortschefin im Gebiet der Gemeinde Immendingen auch für die kommenden fünf Jahre an der Spitze des Gremiums. Ihr Stellvertreter ist Albert Keller.

Zu Beginn der Sitzung, zu der über 20 Zuhörer gekommen waren, nannte Marlies Aschmann (65, kaufmännische Angestellte) zunächst das Wahlergebnis des Ortschaftsrats Hintschingen. Gewählt wurden am 26. Mai Marlies Aschmann (82 Stimmen), Albert Keller (76 Stimmen), Manfred Saur (67 Stimmen), Michael Müller (53 Stimmen), Michael Vetter (46 Stimmen) und Matthias Metzger (43 Stimmen). Aschmann ging danach kurz auf die in den letzten fünf Jahren erreichten Ziele ein und erwähnte den Mehrgenerationenplatz, das Museum, das Urnengrabangebot, die neue Donaubrücke und die sanierte Schöntalstraße. Als Zukunftsziele wies sie auf die Hochwasserschutz-Maßnahmen, den Bau des neuen Mehrfamilienhauses mit 17 Wohnungen und die Sanierung des Bahnstegs hin.

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Danach verpflichtete die Ortsvorsteherin mit der festgelegten Formel und folgendem Handschlag alle Ortschaftsräte. Bürgermeister Markus Hugger leitete die Wahl zum Ortsvorsteher und seinem Stellvertreter, die als Vorschlag an den Gemeinderat gilt. Marlies Aschmann wurde dabei in offener Abstimmung einstimmig erneut ins Amt gewählt. Für die Wahl ihres Stellvertreters gab es die beiden Vorschläge Albert Keller und Manfred Saur. Hier endete die offene Wahl mit einem Patt von drei zu drei Stimmen. Laut Bürgermeister Markus Hugger hätte bei einem unentschiedenen Ausgang der Wahl das Los entscheiden müssen. Manfred Saur erklärte jedoch zuvor, er trete zugunsten von Albert Keller von der Wahl zum Ortsvorsteher-Stellvertreter zurück. Abschließend wurde noch der Posten des Schriftführers vergeben, der an Manfred Saur ging.

Auf Anfrage des Ortschaftsrats und der Bürger ging Bürgermeister Hugger am Ende der Sitzung noch auf aktuelle Projekte im Ort ein und betonte, dass sowohl in Sachen Hochwasserschutz als auch Bahnsteg die Förderungen beantragt seien und man vor dem Start auf die Genehmigung der Mittel warte. Als kommende Aufgaben für Hintschingen nannte Hugger den Breitbandausbau, die Neumöblierung und künftige Sanierung der Schöntalhalle und die Frage eines Neubaugebiets.

Einbezogen werde Hintschingen auch bei der Festlegung der künftigen Trasse der Umgehung der Bundesstraße 311.