Für eine erfolgreiche Zukunft der Gemeinde Immendingen wollen sie alle an einem Strang ziehen – die 16 Kandidaten, die bei der Gemeinderatswahl am Sonntag, 26. Mai, für die CDU antreten. Am Start sind zwölf Männer und vier Frauen zwischen 27 und 64 Jahren. Elf treten im Wohnbezirk Immendingen/Zimmern an, zwei in Hattingen und je einer in Hintschingen, Ippingen und Mauenheim. In den Fokus ihrer Kommunalpolitik stellen die Bewerber die Verbesserung des Schulzentrums, die Schaffung familienfreundlicher Strukturen, die Förderung von Tourismus- und Freizeitangeboten, die Baugebiete, die Vereinsunterstützung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Gewerbeansiedlungen, den Lückenschluss der B 311 und die Förderung gemeindeprägender Struktur.

  • Schulentwicklung: Im Gespräch dem SÜDKURIER gehen neun Gemeinderats-Kandidaten der Christdemokraten auf die Ziele der CDU-Gemeinderatsarbeit und die bisherigen Erfolge ein. „Bei den Schulen müssen wir unbedingt die Baustruktur in Angriff nehmen und weiterentwickeln“, sagt Monika Kienzle. Immerhin verfügt die Gemeinde über ein echtes Schulzentrum mit vier Schulen, der Förderschule, der Grundschule, der Werkreal- und der Realschule. In der nächsten Wahlperiode wird nun mit der Ertüchtigung des Grundschulgebäudes begonnen, nachdem der Gemeinderat sich für die schrittweise Schulsanierung anstelle von Neubauten entschieden hat. Wichtig sei auch die Digitalisierung der Schulen, betont Clemens Knoblauch. Das heißt Ausstattung der Schüler mit Tablets und verbessertes Internet.
Immendinger Kandidaten der CDU für die Gemeinderatswahl am 26.Mai im Gespräch mit dem SÜDKURIER: Hintere Reiihe von links: Clemens Knoblauch, Ulrike Graupner, Marlies Aschmann und Christian Abert; vordere Reihe: Niklas Graf, Michael Ilg, Zita Merz, Dieter Weißhaupt und Monika Kienzle.
Immendinger Kandidaten der CDU für die Gemeinderatswahl am 26.Mai im Gespräch mit dem SÜDKURIER: Hintere Reiihe von links: Clemens Knoblauch, Ulrike Graupner, Marlies Aschmann und Christian Abert; vordere Reihe: Niklas Graf, Michael Ilg, Zita Merz, Dieter Weißhaupt und Monika Kienzle. | Bild: Jutta Freudig
  • Kinder- und Familie: „Was Kindergärten angeht, ist in der Gemeinde schon viel gelaufen,“ meint Christian Abert. Alle Kandidaten heben hervor, dass ihnen dabei sehr an der Dezentralität der Strukturen geht. „Wir wollen die gemeindeeigenen Kindergärten in Ippingen und Hattingen erhalten“, so Zita Merz. Dennoch sollen die Angebote weiter ausgebaut werden. „Wenn in Hinterwieden hundert Wohnungen entstehen, wird es in Immendingen mehr junge Familien mit Kindern geben“, so Dieter Weißhaupt. Für alle Familien in der Gemeinde seien auch Freizeitangebote wichtig, etwa im Donauuferpark oder der Anlage Amtenhauser Bach in Zimmern.
  • Barrierefreiheit für Ältere: Mit der Schaffung seniorenfreundlicher Strukturen wurde beim Bau des inzwischen ausgelasteten Betreuten Wohnens ein erster Schritt getan. „Nun steht besonders die Barrierefreiheit auf unserer Agenda“, erklärt Ulrike Graupner. Das gelte für Straßen, ebenso wie für neue Wohngebäude, welche in der Gemeinde projektiert sind.
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  • Wohnmobilstellplatz im Blick: Bei naturnahen Tourismus- und Freizeitangeboten gehört Immendingen schon jetzt zu den führenden Orten im Kreis. Dennoch ist den Kandidaten daran gelegen, bei gemeindeübergreifenden Projekten wie dem Landschaftspark „Junge Donau“ oder der gemeinsamen Vermarktung der Donauversickerung mit Möhringen, Tuttlingen, Fridingen, Engen und Aach mitzuwirken. In Sachen E-Mobilität sei man mit den drei Ladestationen für E-Bikes und E-Autos bereits aktiv, so Clemens Knoblauch. Als eines der Ziele sieht die CDU nun die Schaffung eines günstig gelegenen Wohnmobilstellplatzes.
  • Baugebiete auch für Ortsteile: Geht es um Baugebiete, so ist den Kandidaten die weitere Erschließung wichtig. Nachdem das Wohngebiet „Am Freizeitzentrum“ in Zimmern bereits bebaut ist, steht als nächstes der Mehrfamilienwohnhausbau in „Hinterwieden“ auf dem Programm. Ferner wird die bauliche Verdichtung im Ortskern angestrebt. „Im Haushalt sind zudem Mittel für die Planung des Gebiets Hagnenbühl enthalten“, betont Clemens Knoblauch. Die Eigenentwicklung der Ortsteile durch Baugebiete bleibt jedoch ebenfalls wichtig, was Ortsvorsteher Michael Ilg aus Mauenheim ebenso am Herzen liegt wie Zita Merz aus Ippingen. Ortvorsteherin Marlies Aschmann freut sich über das geplante Mehrfamilienhaus mit 17 Wohnungen auf dem Hirschen-Areal, denkt aber, dass Hintschingen ebenfalls ein eigenes Baugebiet braucht.
  • Heimatverbundenheit im Ehrenamt: Dass die Gemeinde ihre Vereine weiterhin fördert, ist für alle CDU-Kandidaten keine Frage. Als positiv sehen sie an, wie sehr sich Ehrenamtliche gerade in den Orsteilen für ihr Dorf engagieren. Ihnen allen müsse man für ihren Fleiß und ihre Heimatverbundenheit danken.
  • Gewerbegebiete boomen: Die Weiterentwicklung der Gewerbeansiedlungen und damit verbunden die Schaffung von Arbeitsplätzen sei in der Gemeinde erfolgreich betrieben worden, betonen die Bewerber. „Inzwischen ist für das Gewerbegebiet „Donau-Hegau“ bereits wieder eine Erweiterung notwendig, die der Gemeinderat bereits in Angriff genommen hat“, so Clemens Knoblauch.
  • Einsatz für Umgehung: Fortschritte habe man beim Lückenschluss für die Bundesstraße 311 gemacht, betonen die Kandidaten und verweisen auf die genehmigte Planung für die neuen Brücken der L 225, über die künftig ein Teil der Umgehung führen soll. Die Planung für die weitere Umgehungs-Trasse sei nun im vordringlichen Bedarf und beginne bald. „Fahren in Zukunft nicht mehr all die Lastwagen durch die Ortsdurchfahrt können wir den Ortskern schön gestalten“, so Dieter Weißhaupt. Einen Beitrag dazu wird unter anderem auch das neue Bahnhofsareal leisten.
  • Bessere Infrastruktur: Der verbesserte Personennahverkehr einschließlich der Anschlüsse der Ortsteile zählt ebenfalls zu den CDU-Zielen. Einen Beitrag dazu leiste die neue zentrale Bushaltestelle im Bereich Immendingen-Mitte. Mit dem angestrebten Anschluss an die Seehas-Züge werden bessere Verbindungen in Richtung Bodensee erhofft. Schließlich ist die Versorgung Immendingens mit Glasfaserkabel über das so genannte Backbone-Netz des Landkreises ein weiteres zentrales Anliegen der CDU Immendingen.
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