Von hunderten ausgelassen feiernder Narren bunt gesprenkelt waren am Sonntagnachmittag die Immendinger Straßen. Der große Umzug über die Steig, Schwarzwaldstraße, Hindenburg- und Bachzimmerer Straße geriet mit vier Gastzünften und den beiden einheimischen Narrenvereinen zu einem Narrentreffen im Miniformat. Die Gäste kamen aus Bad Dürrheim, Wurmlingen, Seitingen-Oberflacht und Unterbränd. Für Auflockerung sorgten die Narrengruppen der "Symbadischen Tierparade" aus Zimmern und der "Löschzwerge" aus Immendingen.

  • Strumpfkugler führen an: Mehrere hundert Zuschauer säumten am Sonntagnachmittag vor allem die Schwarzwald- und die Bachzimmerer Straße, um den Fasnet-Umzug zu sehen. Angeführt wurde der närrische Lindwurm traditionell von der Immendinger Narrenzunft "Strumpfkugler". Bumbismännle und Mettenbergwieble fehlten ebenso wenig wie der von Zunftmeister Peter Grieninger geleitete Zunftrat. Hansele und Gretele schritten in langen Reihen an den Zuschauern vorbei, gefolgt von den Donaugeistern, in deren Wagen manches Mädchen verschwand. Die Narrenkapelle sorgte für die richtige Fasnetmusik.
  • Große Gruppen der Gastzünfte: Als erste Gastzunft folgten die Bad Dürrheimer Salzhansel auf die Immendinger. Wie alle Gäste stellten sie eine sehr große Narrengruppe, die auch noch von ihrem Fanfarenzug begleitet wurde. Eindrucksvoll und ebenfalls mit zahlreichen Hästrägern zeigte sich die Narrenzunft Wurmlingen. Zu ihren Traditionsfiguren zählen neben den Wurmlinger Hansele und dem Fuchs vor allem die Wurmlinger Hexen.
    Für ihre Pyramiden bekamen die Hexen immer wieder begeisterten Applaus der Zuschauer am Straßenrand.
  • Schnecken, Geister und Köhler: Der Narrenverein Seitingen-Oberflacht folgte den Wurmlingern im Umzug. Zu der Narrengruppe zählten die Oberflachter Schnecken, die Seitinger Raben und die Hansele. Einen Blickfang in gelb und lila bildeten zudem die Geister aus Seitingen-Oberflacht, die sich genauso geschickt im Pyramidenbau erwiesen wie die Hexen. Schließlich rundete die Köhlerzunft Unterbränd die Reihe der teilnehmenden Gäste ab. Sie bestand aus Köhlern und Köhlerlieseln.
  • Heimische Teilnehmer: Neben der Narrenzunft wirkten aus Immendingen die Hewenschreck mit zahlreichen Hästrägern sowie die Trommler "Il Basaltos", angeführt von Luciano Ferraro am Umzug mit. Als närrische Einzelgruppen waren die Symbadischen Freunde aus Zimmern mit ihrer "Tierparade" dabei, ebenso wie die "Red Lions" als Zwerge. Im Anschluss an den Umzug trafen sich Teilnehmer und närrisches Volk zum Fasnetfeiern in der Donauhalle und auf dem Vorplatz.

Spaß bei Kärrelerennen

Nachdem mit dem Umzug ein weiterer Höhepunkt der Immendinger Straßenfasnet vorbei ist, folgt am heutigen Fasnachts-Montag das Wecken durch die Narrenkapelle. Am Abend feiert die Narrenzunft mit dem närrischen Volk beim Kappenabend im Gasthaus "Kreuz". Das Altweiber- und Kärrelerennen am Dienstag, 28. Februar, ist ein weiterer Spaß der Immendinger Fasnacht. Es beginnt um 14.30 Uhr und findet auf der Hindenburgstraße statt. Der Strumpfkuglerhock mit Glatzenvermessen und das Bantleverbrennen bilden den Fasnetabschluss. (feu)