Die Außensanierung des Grundschultrakts der Schlossschule, der Pausenhalle und der Aula beginnt im Januar 2020 und soll im November des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Für das Zwei-Millionen-Euro-Projekt, das vor allem auch die energetische Ertüchtigung der Schulgebäude zum Ziel hat, gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht, nachdem die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung vorgestellt worden waren. Unter anderem sollen Dächer, Fassaden und Fenster erneuert werden. Neu hinzugekommen ist der Abbruch und Neubau der Überdachung des offenen Verbindungsgangs beim Pausenhof. Außerdem wird auf Anraten des Bauphysikers in allen Klassenzimmern eine dezentrale, mechanische Lüftung eingebaut.

Die in Richtung Ortsmitte sichtbare Südfront der sanierten Immendinger Grundschule wird ab Ende 2020 einen ansprechenden Anblick bieten. Über die tatsächliche Farbgebung der Platten muss der Gemeinderat erst noch entscheiden.
Die in Richtung Ortsmitte sichtbare Südfront der sanierten Immendinger Grundschule wird ab Ende 2020 einen ansprechenden Anblick bieten. Über die tatsächliche Farbgebung der Platten muss der Gemeinderat erst noch entscheiden. | Bild: Architekturbüro KTL Rottweil
  • Intensive Vorbereitung: „Das Projekt beschäftigt uns schon seit langem“, erklärte Bürgermeister Markus Hugger zu Beginn der Sitzung. Angesichts der Bedeutung der Maßnahme hatte das im letzten Jahr mit der Entwurfsplanung beauftragte Architekturbüro KTL aus Rottweil eine intensive Vorbereitung vorgenommen und brachte zur Planvorstellung auch Fachplaner für den Bereich Statik und Bauphysik mit. Kai-Uwe Sroczinski vom Büro KTL ging im Gemeinderat auf Details der Sanierung und verschiedene Neuerungen ein.
  • Kunststoff- statt Holzfenster: Saniert und neu gedämmt werden Fassaden und Dächer der Schulgebäude, wobei zunächst die vorhandenen Asbestplatten abgebaut werden. Die neuen Glasfassaden werden auf großen Flächen wie bei Aula und Treppenhäusern mit einer Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Aluminium ausgeführt. Bei den Klassenzimmern verzichtet man dagegen auf die zunächst geplanten Holz-Alu-Fenster und verwendet günstigere Kunststofffenster. Bei der geringeren Größe dieser Fenster sei eine Langlebigkeit dennoch gesichert, sagten die Planer auf Anfrage von Ippingens Ortsvorsteher Christian Butschle. Teil der weiteren Sanierung ist noch die Erneuerung des Mädchen- und Lehrer-WC der Aula.
Der Quertrakt der Schlossschule, der eigentlich zunächst abgerissen werden sollte, wird nach dem neuen Schulkonzept nun von Grund auf saniert. Das gilt für die Außenhülle, Fenster und Dächer. Eine energetische Sanierung ist ebenfalls vorgesehen. In die Maßnahme einbezogen wird auch die Aula.
Der Quertrakt der Schlossschule, der eigentlich zunächst abgerissen werden sollte, wird nach dem neuen Schulkonzept nun von Grund auf saniert. Das gilt für die Außenhülle, Fenster und Dächer. Eine energetische Sanierung ist ebenfalls vorgesehen. In die Maßnahme einbezogen wird auch die Aula. | Bild: Jutta Freudig
  • Lüftung, Pausendach und Rampe: Drei wesentliche Veränderungen gegenüber der ersten Planung werden in den endgültigen Entwurf aufgenommen. Sowohl die Überdachung des offenen Verbindungsgangs von der Grundschule zur Aula, als auch die darunter befindliche Bodenplatte sind so marode, dass sie zurückgebaut und erneuert werden müssen. In sämtlichen Klassenzimmern wird eine dezentrale, mechanische Lüftungsanlage angebracht, da nach der energetischen Sanierung der Luftaustausch während der Pausen durch die manuelle Fensterlüftung nicht gewährleistet werden kann. Als Folgen einer nicht korrekten manuellen Lüftung nannte der Bauphysiker eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Klassenzimmern, die zu Schimmelbefall führen könnte, ebenso eine zu hohe CO2-Konzentration, die müde macht. Neu geplant ist auch eine breitere Treppenanlage an der Aula, auf die eine sechs bis acht Meter lange, entlang der Findlinge im Pausenhof verlaufende Rampe mündet. Diese dient der Barrierefreiheit.
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  • Höhere Baukosten: Für die wegen der Änderungen und der höheren Baupreise um knapp 200 000 Euro auf 2,1 Millionen Euro gestiegenen Baukosten erhält die Gemeinde zwei Zuschüsse. 552 000 Euro aus dem kommunalen Sanierungsfonds des Landes für Schulgebäude sowie 400 000 Euro aus dem Ausgleichsstock. Da der letzte Förderbescheid erst im September eintraf, musste mit der Ausschreibung der Arbeiten gewartet werden. Diese soll nun erfolgen.