Der Neubau der beiden Brücken der Landesstraße 225 über die Donau und über die Bahnlinien sowie deren beidseitige Anbindung bleibt weiter ein kommunalpolitischer Dauerbrenner. Wichtige Entscheidungen bei dem dann knapp ein Jahr verzögerten Baubauungsplanverfahren kann der neue Gemeinderat voraussichtlich erst Ende des Jahres treffen.

Immerhin hat der Ersatzneubau der Brücken anstelle der drei maroden derzeitigen Übergänge noch einmal weiter an Bedeutung gewonnen, seit feststeht, dass sie nicht mehr Teil der Landes-, sondern vielmehr der Bundesstraße 311 sein werden und damit das erste Projekt der Umgehungsstraße bilden. Die Zusage zur Kostenübernahme durch den Bund liegt seit dem Frühsommer vor.

  • Beschlüsse Ende des Jahres: „Über den Fortgang des Bebauungsplanverfahrens wird der Gemeinderat vermutlich in der November- oder Dezember-Sitzung beraten“, sagt Bürgermeister Markus Hugger zum Stand der Dinge. Als letzten großen Erfolg bei dem Brückenbauprojekt hatte Hugger im Juni vermeldet, dass er nach langen Verhandlungen die Zustimmung des Bundes erhalten habe, die Kosten für die beiden Brücken und ihre Anschlüsse an die Bundesstraße 311 sowie in Richtung des Daimler-Projektbüros zu tragen. Damit hatte die Gemeinde Immendingen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die beiden neuen Übergänge über Donau und Bahn werden – was Tonnage, Breite und sonstige Anforderungen angeht – sofort bundesstraßentauglich ausgelegt. Und mit der Maßnahme, welche die Brücken deutlich von der Ortslage wegrückt, gilt der Bau der Umgehung als begonnen.
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  • Verzögerung durch Wahl: Der alte Gemeinderat hatte sich zuletzt im Dezember 2018 mit dem wichtigen Brückenbauprojekt befasst und eigentlich war es damals geplant, das Bebauungsplanverfahren zügig fortzusetzen. Weil zu jenem Zeitpunkt aber die Bundeszusage zur Kostenübernahme fehlte, wurde der weitergehende Beschluss ausgesetzt. Da zwischenzeitlich die Kommunalwahl stattfand und in der Pause vor und kurz nach der Konstituierung des neuen Gremiums keine weittragenden Entscheidungen für die Gemeinde gefällt werden sollten, entstand danach eine längere Pause. Auch die planerischen Vorbereitungen zogen sich noch weiter hin, so dass das Verfahren nun erst Ende des Jahres fortgesetzt werden kann.
  • Aufwändige Planung: Zwar sind wichtige Grundlagen für das große Brückenbauprojekt, wie Fragen des Natur-, des Gewässer- und Lärmschutzes, im Lauf der bisherigen Bebauungsplanung schon geklärt worden. Der Gemeinderat hat sich auch für eine Variante hinsichtlich des Brückenstandorts und des Trassenverlaufs der Zufahrten entschieden, die so weit vom Ort entfernt ist, dass die im bisherigen Bereich Landesstraße 225 und Bundesstraße 311 befindlichen Wohngebiete entlastet werden. Offen ist allerdings, wie die künftige Trasse der Umgehungsstraße ab dem Anschluss beim Daimler-Projektbüro in Richtung Zimmern, Hintschingen und Geisingen verlaufen wird. Für den anstehenden Bundesstraßenneubau wird anders als bei den Brückenbauten kein Bebauungsplanverfahren durchgeführt, sondern ein viel aufwändigeres Planfeststellungsverfahren. Gerade im sensiblen Bereich des engen Donautals wird es dabei gelten, zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen.