Mit der Vergabe von Bauaufträgen in Höhe von nahezu einer Million Euro hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Startschuss für die Sanierung des Quertrakts der Schlossschule und der Aula gegeben. Außenhülle, Dach und Hofanlagen des Gebäudes, in dem bisher vor allem die Grundschule und die Ganztagsschule untergebracht waren, werden von Grund auf erneuert und modernen Anforderungen angepasst. Mit den Bauarbeiten soll Anfang 2020 begonnen werden. Das Großprojekt beschäftigt den Gemeinderat bereits seit über einem Jahr. Insgesamt werden in die Schulsanierung rund 2,1 Millionen Euro gesteckt. Die Maßnahme wird aus dem kommunalen Sanierungsfonds für Schulgebäude mit 552 000 Euro und dem Ausgleichsstock mit 400 000 Euro gefördert.

  • Energetische Sanierung: Bürgermeister Markus Hugger bezeichnete die jetzt anstehende Schulsanierung bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats als „Megathema“, was sowohl in kommunalpolitischer als auch finanzieller Hinsicht gilt. Der Quertrakt der 1962/63 gebauten Schlossschule muss vor allem energetisch saniert werden. Die Planungen dafür wurden dem Gemeinderat im Februar und im September bereits ausführlich vorgestellt. Insgesamt umfasst die Sanierungsmaßnahme fünf Teilbereiche, wie Ortsbaumeister Martin Kohler erläuterte.
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  • Dächer, Fenster und Fassaden: Dazu zählen die Erneuerung und Dämmung der Steil- und Flachdächer des Quertrakts und der Aula, die Montage eines mineralischen Wärmedämm-Verbundsystems an der Fassade, der Austausch der vorhandenen Aluminiumfenster durch Kunststofffenster in den Klassenzimmern, die Erneuerung der Pfosten-Riegel-Fensterfassaden in den Treppenhäusern und die neu zu installierende mechanische Be- und Entlüftung in den Klassenräumen. Zusätzlich zur energetischen Sanierung werden die Fundamente der südlichen Fassade trockengelegt, die vorhandene Drainage erneuert, die asbesthaltige Fassadenverkleidung entfernt sowie die Lehrer- und Mädchen-Toiletten der Aula modernisiert.
  • Aufträge für heimische Firmen: Die Aufträge für die Bauarbeiten vergab der Gemeinderat einstimmig, wobei Bürgermeister Markus Hugger sich erfreut äußerte, dass auch eine ganze Anzahl einheimischer Firmen unter den günstigsten Bietern waren. Folgende Arbeiten wurden vergeben: Teilabbrucharbeiten für 77 868 Euro an die Firma Teufel, Straßberg; Dachabdichtungsarbeiten für 235 880 Euro an die Firma Fritz Technologie, Sulz; Putzarbeiten für 200 027 Euro an die Firma Stuck, Aldingen; Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten für 134 950 Euro an die Firma Bürsner, Mauenheim; Außenanlage für 97 266 Euro an die Firma Schellhammer, Mühlhausen-Ehingen; Gerüstarbeiten für 39 538 Euro an die Firma Scheuble, Geisingen; Erd-, Beton- und Maurerarbeiten für 80 209 Euro an die Firma Störk, Emmingen-Liptingen; Fliesen- und Estricharbeiten 24 758 Euro an die Firma Fliesen Graf, Immendingen; Schreinerarbeiten für 24 923 Euro an die Schreinerei Buhl, Immendingen; Sonnenschutz für 55 331 Euro an die Firma BK-Storen, Ravensburg; Malerarbeiten für 25 592 Euro an die Firma Hugo Scheuble, Geisingen; sowie Elektroinstallation für 59 352 Euro an die Firma Elektrotechnik Schoner, Immendingen.
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  • Drei erneute Ausschreibungen: Erneut ausgeschrieben werden müssen dagegen die Arbeiten an der Pfosten-Riegel-Fassade, Kunststofffenster- und Klempnerarbeiten sowie Stahlbauarbeiten. Im ersten Fall ging ein überteuertes Angebot ein, in den beiden anderen Fällen wurden gar keine Angebote abgegeben. Statt öffentlich schreibt die Gemeinde diese Aufträge nun beschränkt aus, wendet sich also direkt an mögliche Anbieter.