Eine letzte Möglichkeit, sich in der Tallage auszubreiten, nützt die Gemeinde Immendingen mit der Ausweisung des Wohn- und Gewerbegebiets "Hinterwieden" im Bereich oberhalb der Sporthalle und an der Max-Eyth-Straße. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause grünes Licht für das städtebauliche Konzept des Gebiets gegeben, in dem neben 95 Wohnungen auch das neue Feuerwehrgerätehaus, der Bauhof und ein Gebäude für das Rote Kreuz entstehen sollen.

Das neue zweigeschossige Feuerwehrhaus mit einer Fahrzeughalle für fünf Feuerwehrfahrzeuge, einer Halle für drei Abrollcontainer, Übungshof, Umkleide-, Schulungsräumen und einem Übungsturm wird wie berichtet in den kommenden Jahren bei der Sporthalle gebaut. Oberhalb oder unterhalb des Feuerwehrmagazins sieht das städtebauliche Konzept für den Bereich "Hinterwieden" zu einem späterem Zeitpunkt ein DRK-Gebäude vor. Gegenüber soll künftig einmal der Bauhof realisiert werden, den die Gemeinde aus der beengten Ortsmitte auslagern will.

Im restlichen Gebiet sind Mehrfamilienhäuser mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss geplant. Integriert wird nicht störendes Gewerbe, das in diesem Bereich teilweise bereits vorhanden ist. Der nahe Weisenbach wird in das Konzept einbezogen, sowohl was den Hochwasserschutz als auch Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten angeht. Insgesamt können auf den knapp 10 000 Quadratmetern entstehender Wohnfläche rund 95 Wohnungen untergebracht werden, wobei auch Mietwohnungen geplant sind.

Bürgermeister Markus Hugger räumte ein, dass das neue Wohngebiet sich nicht an einem Südhang befinde und daher auch nicht als "Premiumlage" angesehen werden könnte. "Das Angebot an Wohnungen muss bezahlbar sein", hob er hervor. Hugger hielt es für wichtig, genügend Parkplätze in dem Gebiet auszuweisen. Vorgesehen ist, die Stellplätze möglichst in Tiefgaragen unterzubringen, um Platz zu sparen.