Die Verfügbarkeit von Anschlüssen für schnelles Internet ist gerade für Unternehmen ein wichtiger Standortfaktor. Allein in diesem Jahr investiert Immendingen daher 1,3 Millionen Euro für den Breitbandausbau, wobei ein großer Anteil des Betrags für das gemeindeeigene Glasfasernetz in den beiden Gewerbegebieten „Donau-Hegau“ sowie „Ob der Donau“ verwendet wird. Ein Auftrag für die Maßnahme einschließlich der Hausanschluss-Akquise wurde jetzt für 765 170 Euro vergeben. Die Arbeiten sollen zeitnah beginnen und dauern rund neun Monate. Die Grundvoraussetzung für den Anschluss des Glasfasernetzes der Gemeinde bietet das so genannte Backbone-Netz des Landkreises Tuttlingen, dessen Bau bereits seit letztem Jahr im Gang ist.

  • Voraussetzungen geschaffen: „Die Voraussetzungen für die Baumaßnahme sind grundsätzlich gegeben“, erklärte Bürgermeister Markus Hugger bei der Auftragsvergabe im Gemeinderat. Zu klären gelte es mit Blick auf die erwarteten Zuschüsse lediglich die Baufreigabe durch eine Unbedenklichkeits-Bescheinigung. Ein entsprechender Auftrag wurde an die Gemeindeverwaltung erteilt. Und so sieht das anstehende Projekt aus: Im Zuge des Breitbandausbaus sollen die beiden Gewerbegebiete „Ob der Donau“ und „Donau-Hegau“ mit einem gemeindeeigenen Glasfasernetz ausgebaut werden. Neben den notwendigen Tiefbauarbeiten sind bei der Maßnahme auch Hausanschluss-Managementleistungen erforderlich. Die Bau- und sonstigen Leistungen wurden öffentlich ausgeschrieben. Einziger Bieter war die Netze BW GmbH, Tuttlingen, mit einem Angebotspreis von 765 170 Euro, an die der Gemeinderat die Arbeiten einstimmig vergab.
  • Baldiger Baustart: Mit der Maßnahme soll schnellstmöglich begonnen werden. Die Bauzeit beträgt laut aktueller Schätzung etwa acht bis neun Monate. Durch den Anschluss der beiden Gewerbegebiete wird bereits ein erster wichtiger Baustein beim Ausbau des Glasfasernetzes im Immendinger Gemeindegebiet vollzogen. Die Arbeiten am überörtlichen Backbone-Netz des Landkreises Tuttlingen finden jedoch ebenfalls weiterhin parallel statt. „Für mich ist es klar und alternativlos: Wo der Landkreis sein Backbone-Netz baut, muss die Gemeinde mit rein gehen“, so die Ansicht von Bürgermeister Hugger bei der Frage der Einstellung nötiger Finanzierungsmittel im Gemeindeetat 2018.
  • Backbone-Netz kommt voran: Der Landkreis schließt dieses Jahr Geisingen an. So wurde zunächst das Glasfaserkabel über den Windegg durch Hattingen zum Hattinger Bahnhof verlegt. Am Hattinger Bahnhof befindet sich eine der Übergabestationen an die künftigen kommunalen Netze, ein so genannter „PoP“ (Point of Presence). Von diesem Knotenpunkt aus kann nun das nahe Gewerbegebiet „Donau-Hegau“ versorgt werden. Ferner ist der PoP Hattingen Anschlusspunkt für den Ausbau des Breitband-Ortsnetzes in Mauenheim. Eine weitere Übergabestation des Backbone-Netzes gibt es im Gewerbegebiet „Ob der Donau“. Schließlich verlegt die Gemeinde auf der Backbone-Strecke zwischen Hintschingen und Kirchen-Hausen ihre Rohrverbände für die spätere Versorgung des Ortsteils Hintschingen über den PoP Kirchen-Hausen mit. Der Aufwand für diese Maßnahmen liegt bei rund 2,3 Millionen Euro, wovon die Bezuschussung abgeht. Für sämtliche Investitionen, die dieses Jahr in Sachen Breitbandausbau anfallen, hat die Gemeinde 1 324 000 Euro im Etat 2018 eingestellt.