Noch besser durch den öffentlichen Personennahverkehr erschlossen werden soll in Zukunft die Region Immendingen. In dieser Woche hat der Bau für die neue Bushaltestelle an der Donaustraße begonnen. Sie vernetzt bereits ab Ende des Jahres den Bus- und den Ringzugverkehr im Zentrum der Gemeinde Immendingen, sorgt für günstigere Anschlüsse, auch nach Hintschingen, Ippingen, Mauenheim und Hattingen. Das Projekt ist ein Teil des künftig geänderten Nahverkehrskonzepts des Landkreises Tuttlingen. Bürgermeister Markus Hugger, seit der neuen Wahlperiode Fraktionssprecher der CDU-Fraktion im Kreistag, hat sich auch den Bau zweier neuer Ringzugstationen im Gemeindegebiet zum Ziel gesetzt. Zimmern soll eine zweite, Hintschingen die erste Ringzughaltestelle bekommen.

  • Immendingen gut versorgt: Mit drei Bahnstationen und einer ganzen Reihe innerörtlicher Bushaltestellen gut versorgt, investiert die Gemeinde Immendingen derzeit noch ein weiteres Mal in ihre Nahverkehrs-Infrastruktur und verwirklicht die neue Bushaltestelle an der Donaustraße. Sie soll neben dem Bahnhof ein zusätzlicher Knotenpunkt für die Verbindung zwischen dem Ringzug und dem vom Nahverkehrs-Verbund TUTicket„ angebotenen öffentlichen Personennahverkehr werden. Die neue Haltestelle entsteht derzeit mit einem Aufwand von rund 150 000 Euro direkt neben der Ringzugstation „Immendingen„ Mitte. Sie ermöglicht einen schnelleren und direkten Umstieg vom Ringzug, auch in Richtung der Ortsteile.
  • Haltestellenbau dauert vier Wochen: Für die Realisierung des Haltestellenprojekts durch die Firma Storz sind laut Gemeindeverwaltung rund vier Wochen angesetzt. Geplant ist eine zwölf Meter lange Bushaltebucht, die etwas eingekürzt wurde, um möglichst viele der bislang an der Donaustraße befindlichen öffentlichen Parkplätze zu erhalten. Außerdem werden innerhalb der vorgesehenen Buswendeplatte am Ende der Donaustraße sieben neue Stellplätze geschaffen. An der neuen Haltestelle befindet sich künftig eine Wartehalle aus Glas mit einer zweisitzigen Bank, welcher der Vorrang vor vier Sitzen gegeben wurde, um Platz für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen freizuhalten. Im Bereich des Bushalts wird der Bordstein erhöht und ein barrierefreies Einsteigen zu ermöglichen.
  • Freie Busse durch mehr Bahnstopps: Noch während in der Kerngemeinde die neue Bushaltestelle entsteht, denkt Bürgermeister Markus Hugger bereits für weitere Nahverkehrsverbesserungen voraus. Ziel ist es – auch im Interesse der anderen Ortsteile und nicht an den Zug angeschlossenen Kreisgemeinden – in Zimmern eine zweite Ringzughaltestelle auf der Gegenseite der bereits bestehenden zu schaffen. Außerdem steht auch seit längerem eine Ringzugstation für Hintschingen auf der Agenda. Hugger: „Wenn es in Hintschingen einen Ringzughalt gibt, bekommen wir neue Ressourcen an Bussen, zum Beispiel zugunsten von Ippingen frei.“ Insgesamt gelte es Synergieeffekte zu nutzen und die Fahrtzeiten zu optimieren. Gleichzeitig könne es gelingen, mit Hilfe des neuen Konzepts des Landes den öffentlichen Personennahverkehr im Kreis umweltfreundlicher zu gestalten. Als Beispiel nennt Hugger die Elektrifizierung der Donautalbahnen. „Damit kommen wir weg vom Diesel,“ so der Immendinger Bürgermeister, der gleich zu Beginn der neuen Amtszeit des Kreistags den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehr ganz besonders auf seine Fahnen geschrieben hat.