Weit über 400 amerikanische Autos, vom Sportwagen über Straßenkreuzer, Vans und Pickups bis zu Oldtimern begeisterten am Sonntag die Besucher des achten American Car und Harley Meetings in Immendingen. War das letzte Treffen vor zwei Jahren in einer Regenflut versunken, so wurde die diesjährige Veranstaltung zu einer regelrechten Hitzeschlacht bei Temperaturen von über 30 Grad.

Dennoch ließen sich weder die Teilnehmer noch die Zuschauer durch die Hitze beeindrucken. Während des stets besonders beliebten Wettbewerbs um den sattesten Motorensound bevölkerten ganze Menschenmassen den Schlossschulhof. Das älteste Auto stammte aus dem Jahr 1928, das neueste von 2016. Die weiteste Anfahrt legte ein Autobesitzer aus Wuppertal zurück.

US-Cars haben weite Anfahrt: Erstmals, seit das US-Car-Meeting 2013 an den neuen Standort beim Schloss umgezogen war, konnten sich Organisator Michael Flum und seine Helfer vom „Piston Rockers Clan“ über Wetterglück freuen. Entsprechend groß war am Samstagmorgen auch der Andrang auf dem Ausstellungsgelände. Vor allem Cabrios, Oldtimer und viele Motorräder hatte man wegen des Dauerregens 2013 und 2014 vermisst. Diese waren nun aber beim aktuellen Treffen sehr gut vertreten. Auch weite Anfahrten aus der Schweiz oder durch halb Deutschland scheuten die Wagenbesitzer nicht.

Ralf Peifer holt ersten Pokal: Als Sieger aus dem V8-Soundcontest ging dieses Mal Ralf Peifer aus Wuppertal mit seinem Chevrolet Bel Air hervor. Das große Publikum auf dem Schlossschulhof wählte das Hardtop-Coupé aus dem Baujahr 1957 durch sein Klatschen zum Fahrzeug mit dem besten Motorensound. Michael Flum überreichte den dieses Jahr in Form eines Spiegels gestalteten Pokal an Peifer. Neben dem Gewinner des Soundcontests zeichneten sich bis zum frühen Nachmittag zwei weitere Wettbewerbssieger ab. Die weiteste Anfahrt mit rund 550 Kilometern legte ebenfalls der Wuppertaler Chevrolet-Besitzer zurück, das älteste ausgestellte Fahrzeug war ein 1928-er Ford Model A. Weitere Preise wurden im Lauf des Nachmittags an den jüngsten und ältesten Fahrer und für verschiedene besondere Fahrzeuge vergeben.

Baujahre von 1928 bis 2016

Beeindruckend war für die Besucher des Meetings der Rundgang auf dem Schulgelände und am Schloss. Alles war voller Autos, Motorräder und Menschen. Chevrolet, Pontiac, Ford, Dodge, Oldsmobile, Corvette, Hummer und viele Marken mehr waren zu sehen. Straßenkreuzer, Pickups, Sportwagen, Vans, Dragster, Oldtimer – das Publikum konnte nur staunen angesichts der Vielfalt der Fahrzeuge aus Baujahren von 1928 bis 2016, die das ganze Spektrum der amerikanischen Autogeschichte zeigten. Vertreten waren auch viele Raritäten, vom Polizeifahrzeug mit Polizist, über einen Van mit lila Plüsch-Interieur bis zum originell dekorierten Hot Rod-Fahrzeug. Gelungenes Rahmenprogramm: Zur Unterhaltung der Besucher spielte stilecht die Rock‘n‘Roll Band Booze Bombs aus Calw. Der Sportverein 1920 TuS Immendingen und der IHC Red Lions sorgten für die Bewirtung der Besucher. Auf der Händlermeile konnten Teilnehmer und Gäste eine Erinnerung an das achte Immendinger US-Car-Meeting erwerben.

US-Car-Meeting

Das American Car und Harley Meeting wird seit 2008 alljährlich am letzten August-Wochenende in Immendingen ausgerichtet. Lediglich 2015 legte die Großveranstaltung eine Pause ein. Die ersten US-Car-Treffen fanden zunächst auf dem Parkplatz des Discounters Lidl statt.

Damals kamen noch rund 200 Fahrzeuge. Danach wurde das Meeting in das Gewerbegebiet und auf die Wiese Richtung Zimmern verlegt und die Teilnehmerzahl stieg auf 500. 2013 und 2014 fand das Treffen rund ums Schloss statt, litt aber in beiden Jahren unter permanent schlechtem Wetter. (feu)