4739 Immendinger ab 16 Jahren sind am Sonntag, 12. Juli, zur Wahl ihres neuen Bürgermeisters aufgerufen.

Die Kandidaten:

Bereits bevor überhaupt der Termin für diese Wahl festgesetzt wurde, stand fest, dass es eine Bürgermeisterwahl sein wird, wie Immendingen sie noch nie erlebt hat.

Schon die Terminentscheidung war durch die Einschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie beeinflusst, der kurze Wahlkampf ebenfalls und nun wird auch am Wahltag alles anders aussehen als sonst. Am deutlichsten ist das an der Reduzierung auf nur ein einziges Wahllokal für die Gesamtgemeinde zu sehen: Der Urnengang ist nur in der Donauhalle in Immendingen möglich.

Sehr viel mehr Briefwähler als sonst

Dort werden mit Sicherheit weniger Wähler ihren Stimmzettel ausfüllen, als bei einer Bürgermeisterwahl sonst gekommen wären. Das lässt sich jetzt schon sagen, denn immerhin knapp 1700 Bürger sind bereits bis Donnerstag der Empfehlung der Gemeindeverwaltung gefolgt und haben per Briefwahl abgestimmt, um ein Ansteckungsrisiko im Wahllokal zu vermeiden. Zum Vergleich: Bei der letzten Kommunalwahl waren es rund 700 Briefwähler.

Die Gemeindeverwaltung unternimmt dennoch alles, um auch die Urnenwahl am Sonntag, 12. Juli, von 8 bis 18 Uhr so sicher wie möglich zu gestalten. Das Wahllokal für alle Bürger aus Immendingen und den Ortsteilen befindet sich laut stellvertretendem Hauptamtsleiter Erwin Brunner im Garderobenbereich des Donauhallen-Foyers. Dort erwarten den Wähler drei Mitglieder des Wahlvorstands sowie ein Mitarbeiter, der die Stimmzettel ausgibt. Ein weiterer Helfer sorgt dafür, dass nie mehr als ein Wähler das Wahllokal betritt.

Wahl nur mit persönlichem Wahlschein möglich

„Mitgebracht werden muss der jedem Wähler zugesandte persönliche Wahlschein, sonst ist eine Wahl nicht möglich“, erklärt Erwin Brunner. Ein Ausweis genügt nicht. Mit dem neuen Stimmzettel kann die Stimme in der Wahlkabine abgegeben und danach in die Urne geworfen werden.

Anschließend verlassen die Wähler das Foyer durch den Ausgang in Richtung Sportplatz, sodass sie nicht auf denjenigen treffen, der als nächstes eintritt. Die Wahlkabine wird nach jeder Benutzung desinfiziert. Die Stimmzettel sowohl der Urnenwahl als auch der Briefwahl werden in der Donauhalle ausgezählt. Erste Vorbereitungen dafür beginnen am Sonntag bereits ab 15 Uhr an 35 Tischen in der Halle, wenn vom Briefwahlausschuss die äußeren Kuverts der Wahlbriefe geöffnet und auf die Zulassung geprüft werden. Insgesamt sind 60 Wahlhelfer im Wahllokal und bei der Auswertung aktiv.

Ergebnis wird ab 18.45 Uhr bekannt gegeben

Ab 18 Uhr beginnt die Auszählung der Stimmzettel beider Wahlbezirke, die mit der Übermittlung der Ergebnisse ins Rathaus endet. Monika Kienzle, die erste Bürgermeister-Stellvertreterin und Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, gibt ab 18.45 Uhr bei einer öffentlichen Sitzung des Gremiums im Vortragsraum des Rathauses bekannt, wen die Immendinger zu ihrem neuen Bürgermeister gewählt haben. Wegen der Corona-Beschränkungen ist die Zahl der Teilnehmer begrenzt.

Auf eine Bekanntgabe vor dem Rathaus wird verzichtet, weil laut gesetzlichen Vorgaben zur Corona-Pandemie eine größere Menschenansammlung vermieden werden muss. Das Wahlergebnis soll ab etwa 19 Uhr auch im Internet veröffentlicht werden.