Bis Mitte November 2020 soll das Neubaugebiet „Stieg II“ in Mauenheim erschlossen sein. 26 Häuslebauer können dann auf den knapp 20.000 Quadratmetern Gesamtfläche im direkten Anschluss an das Gebiet „Stieg I“ ihre Eigenheime realisieren. Der Immendinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung KE mit der Baulandentwicklung und der Erschließungsträgerschaft für Neubauareal beauftragt. Baubeginn soll im Februar sein. Für Planung, Herstellungskosten, Freianlagen und Honorare wird ein Gesamtaufwand von rund 1,5 Millionen Euro erwartet.

Vor der Zustimmung zum Erschließungsvertrag hatte der Gemeinderat zunächst den letzten Schritt zum Abschluss des Bebauungsplansverfahrens „Stieg II“ unternommen. Nach der zweiten Beteiligung von Bürgern und Behörden hatte es noch zwei Stellungnahmen gegeben, die sich jedoch nicht mehr auf die Planung auswirkten. Das Gremium konnte somit den so genannten Satzungsbeschluss fassen und das Planverfahren damit beenden. Im einstimmig gebilligten Erschließungsvertrag sind die erwarteten Kosten für die Herstellung des Neubaugebiets festgehalten. So entstanden für die Bauleitplanung rund 58.000 Euro Kosten, die Planungskosten lagen bei 154.000 Euro. Für die Arbeiten zu Erschließung, wie der Bau einer Ringstraße, Kanal, Wasserleitung, Strom- und Glasfaserversorgung sind rund 1,1 Millionen Euro angesetzt. Die Freianlagen des Neubaugebiets werden 53.000 Euro kosten, Honorare Gebühren und Sonstiges rund 150.000 Euro.

Gemeinderat Peter Glökler (SPD) erkundigte sich, warum es in dem Neubaugebiet keinen Spielplatz geben wird. Seitens der Verwaltung wurde auf die bereits vorhandene, nahegelegene Spielfläche hingewiesen. Bürgermeister Markus Hugger betonte, dass man in Mauenheim wie auch in den anderen Ortsteilen von dezentralen kleinen Spielplätzen mit Sandkasten und Rutsche wegkommen und dafür auf qualitativ hochwertige, zentrale Spielflächen setze. Hugger wies ferner darauf hin, er sei froh, „dass in Mauenheim die Tür für Glasfaseranschlüsse in Baugebieten aufgestoßen wird“. Wie berichtet, wird Immendingen für rund 250.000 Euro in „Stieg II“ ein gemeindeeigenes Glasfasernetz schaffen, das über Hattingen an das Backbonenetz des Landkreises angeschlossen wird. Die Telekom hatte sich nicht für die Glasfaserversorgung des Areals interessiert. Hugger: „Die Telekom vernachlässigt solche ländlichen Gebiete gegenüber Ballungsräumen.“