Nach einem halben Jahr Umbau- und Sanierungsarbeiten gelang der Schellenberg-Apotheke dank dem Einbau eines Kommissionierautomaten ein entscheidender Schritt in die Zukunft. Da dieser innerhalb von zehn Sekunden die via Computer angeforderten Arzneimittel in den Verkaufsraum befördert, ist eine noch intensivere Kundenberatung möglich.

Die neue Serviceleistung ist eine weitere Bereicherung für eine moderne Apotheke, der es möglich ist, dank der Kooperation mit einem Großhändler auf 75.000 Artikel einen Zugriff zu haben, die im Notfall innerhalb einer Stunde zur Verfügung stehen.

„Dieser Weg ist deutlich schneller als eine Bestellung über das Internet“, bemerkt Apothekerin Birgit Kuttruff-Soffel. Die Motivation zu dem Umbau und der Sanierung bekam sie im Vorjahr von Altbürgermeister Anton Knapp. Ausschlaggebend für den zukunftsweisenden Schritt war auch Tochter Sarah Mast, die sich nach Abschluss ihres Studiums mittelfristig die Übernahme der Apotheke vorstellen kann.

Die Schellenberg-Apotheke hatte Kuttruff-Soffel am 1. Januar 1995 von ihrem Vorgänger Eike Sigel übernommen. Der Einbau des Kommissionierautomaten sollte zum 25. Geburtstag das i-Tüpfelchen auf der bisherigen Erfolgsgeschichte der Apotheke sein.

Der bauliche Zustand des Hauses war ausschlaggebend, dass daraus weit mehr entstand. Die angebliche Betondecke entpuppte sich als Holzdecke, was Brandschutzmaßnahmen nach sich zog. Eine weitere Herausforderung war es, die Tragfähigkeit des Hauses zu überprüfen. Einer Baulast von 300 bis 400 Kilogramm pro Quadratmeter musste es standhalten. Deshalb waren eine statische Überprüfung des Gebäudes und auch die Verschiebung einer Innenwand notwendig.

Letztendlich war Millimeterarbeit erforderlich, damit der Kommissionierautomat ins Gebäude integriert werden konnte. Der Umbau war aufregend und forderte dem Personal der Apotheke reichlich Geduld ab. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Apotheke über die gesamte Bauphase geöffnet blieb.

Der Respekt vor den Leistungen des Handwerks wuchsen bei Kuttruff-Soffel mit jedem Tag mehr. Das Engagement von Projektplaner Reiner Braun von der Firma Rockhausen Apotheken-Einrichtungen und von Statiker Ewald Gut erwähnt sie exemplarisch für die grandiosen Leistungen der am Bau beteiligten Personen.

In seinem Grußwort zur Eröffnung bezeichnete Bürgermeister Michael Kollmeier die Apotheke als eine Bereicherung für Hüfingen und die Bevölkerung. Er sprach von einer Standortsicherung und Bereicherung, die gerade in einer Stadt in der Größe von Hüfingen einen besonderen Standortvorteil darstelle.

Dass sich Birgit Kuttruff-Soffel noch einmal für einen derartigen Schritt entschieden hat, liegt auch am Flair der Stadt und der Bevölkerung, die sie von Beginn an in ihr Herz geschlossen hat.

Zudem blieben während der gesamten Umbauphase alle Dienstleistungen der Apotheke erhalten. Zu diesen gehört auch ein Zimmer, in welchem die Kunden auf Wunsch entsprechend ihren Bedürfnissen beraten werden. „Wir setzen auch in der aktuell nicht ganz einfachen Zeit alles daran, unsere Kunden so umfassend wie nötig zu informieren und beraten“, ergänzt die Apothekerin. Unmittelbar vor dem Beratungszimmer befindet sich eine Kinderecke, deren Einrichtung einiges abverlangte. Auf Grund der aktuellen Pandemie war es etwa nicht möglich ein Schaukelpferd aufzustellen.

Mit dem zweiten Umbau seit dem Einzug 1995 kam Kuttruff-Soffel der Vorstellung ihrer Wunschapotheke ganz nah und schuf alle Voraussetzungen dafür, dass die Schellenberg Apotheke der Bevölkerung noch lange erhalten bleibt.

Die Apotheke

Die Schellenberg-Apotheke in der Hüfinger Hauptstraße gibt es inzwischen seit knapp einem halben Jahrhundert. Apothekerin Birigt Kuttruff-Soffel übernahm die Apotheke am 1. Januar 1995 von Vorgänger Eike Sigel. Unmittelbar danach begann sie erstmals mit dem Umbau der Räumlichkeiten. (bom)

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