Der FC Hausen vor Wald nimmt in der kommenden Saison mit einem eigenen aktiven Team und einem bislang rund zwei Dutzend Spieler zählenden Kader am Spielbetrieb teil. Noch vor wenigen Monaten kündigte der SV Döggingen die bestehende Spielgemeinschaft zum Ende der vergangenen Saison auf.

Doch wer angenommen hatte, die Verantwortlichen des FC Hausen vor Wald bliesen Trübsal, irrte sich gewaltig. Vorsitzender Reinhard Albicker und ein motiviertes Vorstandsteam atmeten einmal tief durch und starteten das Projekt „Neugründung Aktive 2.0“. Schließlich hatte ein solcher Plan bereits schon einmal Ende der 1980er Jahre funktioniert.

Werbeaktion mit großem Erfolg

Die nach dem Gewann-Namen selbst ernannten Wolfsbühlkicker starteten in den sozialen Medien und Tageszeitungen eine Werbeaktion um neue Spieler, die Interesse daran haben in einem neu gegründeten Team mitzuwirken. Ideale Trainingsbedingungen mit zwei funktionsfähigen Sportplätzen und einem eigenen Clubheim mit Umkleideräumen waren ohnehin schon vorhanden.

„Wir sind eine bunte Mischung aus Routiniers, einheimischen Neueinsteigern und auswärtigen Spielern, die motiviert sind mitzuwirken, wenn etwas Neues entsteht“, sagt Jugendleiter Stephan Happle. Insbesondere freut es ihn, dass die Zusammensetzung des Teams passt.

Auch ein Trainerteam war schneller gefunden als gedacht

Mit Reinhard Albicker, Sebastian Martin, Daniel Martin und Mathias Reitze spielen mindestens vier Akteure im neu gegründeten Team mit, die bereits in der letzten aktiven Mannschaft mitwirkten. Auch ein motiviertes Trainerteam für das neu gegründete Aktiven-Team des FC Hausen vor Wald war mit den beiden Bräunlingern Luis da Silva Goncalves und Mario Machado überraschend schnell gefunden.

Die Bräunlinger Mario Machado (links) und Luis Goncalves trainieren in der kommenden Saison den FC Hausen vor Wald.
Die Bräunlinger Mario Machado (links) und Luis Goncalves trainieren in der kommenden Saison den FC Hausen vor Wald. | Bild: Rainer Bombardi

Beide Trainer standen unter anderem schon einmal beim Staffelmitbewerber FC Wolterdingen an der Seitenlinie. Inzwischen leitete das Trainerduo bereits einmal das Training.

Teamgeist soll zentrale Rolle spielen

„Wir sind überrascht über den konditionellen Stand des Teams“, freut sich Goncalves, nicht ganz von vorne beginnen zu müssen. Doch er weiß, dass noch ein langer Weg bevorsteht, das Team in der Liga zu etablieren.

„Wenn alle an einem Strang ziehen, bin ich überzeugt, dass uns die eine oder andere Überraschung gelingen kann“, geht der Trainer motiviert die neue Spielzeit an. Zudem hofft das Trainergespann die Saison nicht auf dem letzten Platz beenden zu müssen.

„Das Potential ist vorhanden, damit dies nicht geschieht“, ergänzt Gonzalves, der im Übrigen die erste Saison der neuen Mannschaft als eine Art Lehrsaison bezeichnet.

Was ihn zuversichtlich stimmt, ist auch die Motivation der Spieler. „Die Kameradschaft ist das A und O. Wenn die in einem Team in unserer Liga nicht mehr stimmt, ist ohnehin kein Blumentopf mehr zu gewinnen“, weist Happle darauf hin, dass immer genügend Zeit für die Geselligkeit bleiben müsse.

Einer, der sich ganz und gar nicht überrascht zeigt, dass es dem FC Hausen vor Wald gelingt, neu durchzustarten, ist Peter Allaut, der Vorsitzende des benachbarten neuen Kreisliga-A-Ligisten SV Mundelfingen. „Wenn die Hausener ein derartiges Projekt anpacken, funktioniert es meistens“, wünscht er dem neuen Team für die neue Saison viel Erfolg.