Der Ortschaftsrat von Sumpfohren hat in seiner jüngsten Sitzung über vier Bauanträge beraten und entschieden.

Familie Bogenschütz, die Betreiber des gleichnamigen Bauernhofs, möchte eine Heutrocknungsanlage bauen. Ihrem Antrag wurde – nachdem auf Anregung des Gewerbeamtes für die Anlage eine Befüllungs- und Entnahmepause zwischen 22 und 6 Uhr festgelegt worden war – zugestimmt.

Ebenfalls zugestimmt wurde dem Bauantrag für das Einfamilienhaus einer jungen Familie am Dorfrand von Sumpfohren in Richtung Neudingen sowie dem Antrag der Bioland-Käserei „Le Frombaar“, die ein aktuell nicht genutztes Stallgebäude auf ihrem Hof in eine Hygienescheune umbauen möchte. Da die Bio-Landwirte ihre Tiere auf Wiesen und in Stallungen außerhalb des Ortskerns untergebracht haben, wird der Stall nicht verwendet, was dazu führt, dass die Veränderungen lediglich innerhalb des Gebäudes stattfinden.

Beim vierten Bauantrag ging es um die Umnutzung einer Scheune zum Tonstudio. Hier stand Bauherr Thomas Blessing den Anwesenden Rede und Antwort, wie er sich die neue Nutzung seiner Scheune und den Schallschutz vorstellt. Nachdem in den Antrag ein Verweis zum Thema Schallschutz und Nachtruhe aufgenommen worden war, stimmte der Ortschaftsrat zu.

Weitere Projekte in Sumpfohren

Des Weiteren informierte Ortsvorsteherin Ancilla Batsching über aktuelle sowie geplante Projekte. Geplant beziehungsweise in Umsetzung sind unter anderem ein Sonnenschutzsegel am Spielplatz sowie ein WLAN-Hotspot im Bürgerhaus und die Gestaltung des Mehrgenerationenplatzes am Rathaus.

Von den örtlichen Landwirten wurde das Thema Biber aufgegriffen, welche aktuell im Bach, außerhalb von Sumpfohren in Richtung Pfohren aktiv sind. Die Tiere stauen das Wasser laut Aussagen der Landwirte so, dass die Wiesen überflutet würden und eine Bewirtung unmöglich sei. Dazu sagte die Ortsvorsteherin, dass sie bereits mit der Stadt, dem Umweltbüro und weiteren Behörden diesbezüglich im Kontakt sei.

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Auch Bürgermeister Michael Kollmeier nahm nochmals Stellung zu dem Thema und versprach, sich dem anzunehmen. Aus der Versammlung heraus kam noch der Vorschlag, es dem Biber gleich zu tun, das Wasser des örtlichen Mühlenbaches zu stauen und somit die Wasserversorgung im Falle eines Brandes zu gewährleisten.

Ein weiteres Thema der Ortschaftsratssitzung war die positive Entwicklung der Sumpfohrener Kinderkrippe Kleeblatt: Sechs der zehn Kleinkinder, welche die Krippe besuchen, sind aktuell aus Sumpfohren.