Das Stadtmuseum Hüfingen macht mit seiner neuesten Ausstellung einen weiteren Schritt, um das kulturelle Leben aus seinem monatelangen Lockdown zu befreien. Dazu bietet seit Freitag die neue Ausstellung mit dem Titel „Pas de deux“ eine weitere Möglichkeit. Noch bis zum 10. Tag des neuen Jahres haben die Besucher die Möglichkeit, sich jeweils am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr von den Exponaten des in Ludwigsburg lebenden Künstlerpaars Denise Moriz und Jörg Mandernach inspirieren zu lassen.

Günter Fohmann studiert intensiv die Arbeiten der Künstler.
Günter Fohmann studiert intensiv die Arbeiten der Künstler. | Bild: Rainer Bombardi

In seiner Begrüßung während der Vernissage stufte der Förderkreis-Vorsitzende Joachim Seidel die aktuelle Ausstellung als eine weitere Bereicherung im Ausstellungsreigen des Stadtmuseums ein. Im konsequent nach den Hygienevorschriften eingerichteten Foyer der Stadthalle erfuhren die Besucher in der Laudatio von Kuratorin Ariane Faller-Budasz eine Fülle an Informationen über die Entstehung der Kunstwerke und den Werdegang der Künstler.

Das könnte Sie auch interessieren

Dabei erfuhren die Gäste, dass es der einst am Furtwanger Otto-Hahn Gymnasium tätigen Kunstpädagogin Deniz Moriz gelungen war, bei der damaligen Schülerin und heutigen Kuratorin Ariane Faller-Budasz das Feuer für die Kunst zu entfachen. In ihrer Laudatio beschrieb Faller-Budasz nuanciert und detailliert die aktuellen Arbeitsweisen der beiden Künstler.

Jörg Mandernach stimmt mit außergewöhnlichen Melodien auf die Eröffnung der Ausstellung ein.
Jörg Mandernach stimmt mit außergewöhnlichen Melodien auf die Eröffnung der Ausstellung ein. | Bild: Rainer Bombardi

Jörg Mandernach beschrieb sie als einen Suchenden, der seit Jahrzehnten danach strebt, Begrenzungen durch die Fläche in die Dreidimensionalität des Raumes hinein zu entwickeln. Spielerisch begibt er sich in seinen Motiven auf die Suche nach der Identität, die sich auch durchaus in den daraus entstehenden Metamorphosen findet.

Klarer Gesichtsausdruck

Eindeutig und klar in ihrem Gesichtsausdruck und ihrer Körperhaltung wirken demgegenüber die Werke von Denise Moriz. In einer Serie von unterschiedlichen Portraits erfasste sie während der Zeit des Lockdowns diverse Politiker, Berühmtheiten, Stars, Freunde und Bekannte der vergangenen Jahrzehnte. Dabei gibt sie hinsichtlich der Klarheit und Farbwahl die jeweilige Stimmung wieder, die beim Entstehen der Exponate vorherrschte. So entstand in „Pas de deux“ eine Ausstellung, die durch ihre Vielfalt beeindruckt und den Gästen den Raum öffnet für diverse Interpretationen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mandernach ließ gegen Ende des offiziellen Teils auch sein musisches Talent aufblitzen, als er in einer Mischung zwischen Gitarre, Elektropop und mit diversen bekannten und unbekannten Schlaginstrumenten die Zuhörer auf einen Ausflug in die zeitgenössische Musik mitnahm. In den Ausstellungsräumen nutzten die Besucher der Vernissage die Gelegenheit, sich in die einzelnen Werke zu vertiefen. Zudem gaben Denise Moriz und Jörg Mandernach bereitwillig Auskunft über die Entstehung der einzelnen Exponate.

Vorsitzender mit Resonanz zufrieden

Förderkreis-Vorsitzender Joachim Seidel war derweil zufrieden über die Besucherresonanz, die für ihn nach dem monatelangen Lockdown ein weiterer Beleg für das Interesse an einer möglichst raschen Wiederbelebung des kulturellen Lebens war.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €