Bereits vor einiger Zeit wurde im Hüfinger Gemeinderat der Umbau der Toiletten im Rathaus in Behla beschlossen. Nach einer langen und komplizierten Planungsphase wurde sich auf eine Variante mit barrierefreiem WC und Außentür geeinigt, da die verschiedensten rechtlichen Grundlagen und Anforderungen berücksichtigt werden müssen.

Von Anfang an war klar, dass ein größerer Teil des beliebten Jugendraumes hergegeben werden muss, damit diese Toiletten-Variante umgesetzt werden kann. Der Ortschaftsrat bezog deshalb von Anfang die Jugendlichen in die Planung mit ein, um für ihr Verständnis zu werben. Denn tatsächlich wird sich der Jugendraum durch den vorgesehenen Umbau um etwa ein Drittel der Gesamtfläche verkleinern. Das ist verhältnismäßig viel.

Sie vertreten die Interessen der Behlaer Jugendlichen und sind verantwortlich für den Jugendraum als Treffpunkt und Ansprechpartner für die Ortsverwaltung: Mavie Bogenschütz (Sprecherin), Philipp Guthmann (Stellvertretung), Johannes Götz (Beisitzer), Lara Buhl (Schriftführung) und Olivia Oluboje (Kasse).
Sie vertreten die Interessen der Behlaer Jugendlichen und sind verantwortlich für den Jugendraum als Treffpunkt und Ansprechpartner für die Ortsverwaltung: Mavie Bogenschütz (Sprecherin), Philipp Guthmann (Stellvertretung), Johannes Götz (Beisitzer), Lara Buhl (Schriftführung) und Olivia Oluboje (Kasse). | Bild: Susanne Krause-Sittnick

Darüber sind die Jugendlichen verständlicherweise alles andere als erfreut. Dennoch tragen sie die Entscheidung mit und sind bereit, aktiv beim Umbau mit anzufassen. Sie sind sich einig, dass es letztendlich durch die Erneuerung der völlig maroden Decke und die sanierten Toiletten auch für sie Vorteile haben wird und machen das Beste aus der Situation.

Ein Sofa weniger und die Theke wird kleiner

In Zukunft wird es ein Sofa weniger geben und auch die Theke wird verkleinert werden müssen. Inwieweit der Platz für den Tischkicker ausreichen wird ist, laut Aussage der Jugendlichen auch noch nicht sicher. Die Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahre haben jedoch schon einige Ideen, wie sie den kleineren Raum optimal nutzen werden.

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Unterstützt werden sie dabei von Klemens Götz. Der Zimmermann hat von der Stadt den Auftrag für den Umbau erhalten, leitet aber auch als Vater von beteiligten Jugendlichen und als Ortschaftsrat die Eigenleistungen der aktiven Jungen und Mädchen und steht mit Rat und Tat dem Team zur Seite. Zur Freude von Ortsvorsteher Christoph Martin, der sich nicht scheute, bei den Arbeiten selbst mit anzufassen, waren einige Jugendliche dem Aufruf gefolgt, die Umbaumaßnahmen mit dem Entfernen der maroden Zimmerdecke einzuleiten.

Neue Wand wird eingezogen

Die nächsten Schritte sind der Rückbau der Seitenwand und der Durchbruch der Außenwand, so dass eine neue Wand zwischen dem zukünftigen barrierefreien WC und dem Jugendraum gezogen werden kann. Die weiteren Baumaßnahmen erfolgen dann direkt von der Hinterseite aus, so dass die Jugendlichen wieder in kurzer Zeit ihren Raum als Treffpunkt nutzen können.

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Corona machte ihnen zwischenzeitlich einen Strich durch die Rechnung. Einige Monate lang gab es keine Treffen im Jugendraum. Erst im Juli erlaubten es die Corona-Verordnungen im Hinblick auf Hygienekonzept und Abstandsregeln, sich wieder zu treffen.

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Seitdem gibt es unter anderem eine Anwesenheitsliste, Desinfektionsmittel und viele Hinweisschilder bezüglich der gesetzlichen Regelungen. All dies wurde entsprechend mit dem Stadtjugendreferenten Sasa Hustic abgesprochen und seitdem auch pflichtbewusst eingehalten.

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