Eine bittere Enttäuschung hat Ortsvorsteher Christoph Martin am Sonntag erlebt. Unbekannte haben das Mitfahrbänkle, das vor dem Behlaer Rathaus steht, schwer beschädigt. Das erst Mitte des Jahres von Edwin Buhl und Helfern gezimmerte Bänkle wurde umgeworfen, wobei auf einer Seite die Betonstütze zerbrochen ist.

Absichtlich oder aus Versehen?

Vermutlich sei die Bank von einem Fahrzeug angefahren worden, gab der Ortsvorsteher die Einschätzung der Polizei wieder. Ob absichtlich oder aus Versehen lasse sich derzeit noch nicht beurteilen. Am Sonntag gegen 14 Uhr war er von einem Bürger über den Schaden informiert worden.

Durch Unterstützung von (von links) Michael Reitze, Georg Vetter, Mathias Reitze, Edwin Buhl, Felix Bogenschütz, Karl Hensler konnte das ...
Durch Unterstützung von (von links) Michael Reitze, Georg Vetter, Mathias Reitze, Edwin Buhl, Felix Bogenschütz, Karl Hensler konnte das Projekt Mitfahrbänkle realisiert werden. | Bild: Christoph Martin

Der reine Materialwert der Sitzgelegenheit, rund 800 Euro, spiele bei diesem massiven Ärgernis, gar nicht die ganz große Rolle, so Martin weiter. „Es ist doch viel eher der emotionale Schaden.“ Wie müssten sich Edwin Buhl und sein Team jetzt fühlen, die doch im besten Willen, unentgeltlich und in ihrer Freizeit, etwas für Heimatdorf gemacht haben? Das Projekt hatte im Sommer eine ganze Menge Beteiligte. Michael Reitze, Georg Vetter, Mathias Reitze, Edwin Buhl, Felix Bogenschütz und Karl Hensler wurden genannt, als Martin damals das Werk der Öffentlichkeit vorstellte.

Verursacher soll sich freiwillig melden

Martin hat am Sonntag noch keine Anzeige erstattet. Die Beamten waren zwar vor Ort, aber Hoffnung auf Aufklärung konnten sie dem Ortsvorsteher dabei nicht machen. Martin hofft nun, dass sich der Verursacher noch besinnt, und sich selbst bei der Ortsverwaltung meldet. Etwaige Zeugen der Sachbeschädigung, die vermutlich nicht völlig geräuschlos verlaufen sein dürfte, mögen sich beim Polizeirevier Donaueschingen unter der Nummer 0771/837830 oder bei Ortsvorsteher unter der Nummer 0170 /8167099 melden.

Bis Montag hatte Martin noch keine Rückmeldungen erhalten. Man überlege nun, eventuell noch Wurfzettel zu verteilen, um den Druck weiter zu erhöhen. „Wir haben zwar schon mit allen Anwohnern gesprochen, aber vielleicht erreichen wir so ja doch noch jemanden, der etwas bemerkt hat“, schildert Martin seine Hoffnung.