Als das Bad nach erfolgreicher Umbauphase am 4. Oktober wieder seine Pforten öffnete, bekamen die Badegäste, insbesondere hinsichtlich der landesweit zu beobachtenden Bäderschließungen, nur geringfügig etwas von den Einschränkungen zu spüren.

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In den Diskussionen über Energiesparmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen setzte der Hüfinger Gemeinderat klare Prioritäten: Das Hallenbad Aquari soll für die Bürger geöffnet bleiben. Ganz ohne Umsetzung von Energieeinsparungen geht das aber trotzdem nicht.

Warmbadetage bleiben erhalten

Mit deutlicher Mehrheit sprach der Rat sich dafür aus, zwei Warmbadetage zwischen Freitag und Sonntag zu erhalten und die Wassertemperatur in allen Schwimmbecken um zwei Grad Celsius zu senken. Somit wird das Kleinkinderbecken in Zukunft mit einer Wassertemperatur von 31 Grad, das Spaßbecken mit 38 Grad und das Sportbecken mit 26 Grad betrieben. Zudem wird die Raumtemperatur nur moderat auf 30°C gesenkt.

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Nach kurzer Diskussion zog die Verwaltung ihren Vorschlag, die Öffnungszeiten zu reduzieren, wieder zurück, das Bad bleibt in bekanntem Umfang geöffnet. Da das Bad rund zur Hälfte seinen Bedarf mit Nahwärme deckt, plädierte insbesondere die SPD-Fraktion dafür, das Wellness-Becken im Außenbereich geöffnet zu lassen.

Blick in die Baustelle: Das Aquari Hüfingen öffnete nach den durchgeführten Sanierungs- und Revisionsarbeiten wie geplant wieder am 4. ...
Blick in die Baustelle: Das Aquari Hüfingen öffnete nach den durchgeführten Sanierungs- und Revisionsarbeiten wie geplant wieder am 4. Oktober. | Bild: Felix Kaiser/Stadt Hüfingen

Doch angesichts des jährlichen Energiebedarfs von 110.000 Kilowattstunden entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für den Verwaltungsvorschlag, das Becken in den nächsten Monaten nicht mehr in Betreib zu nehmen.

Kein Aus für das Wellness-Becken

Bürgermeister Michael Kollmeier verwies ausdrücklich darauf, dass der Beschluss kein endgültiges Aus für das Wellness-Becken bedeutet.

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Zu den übrigen Energiesparmaßnahmen wie der Senkung der Raumtemperatur in städtischen Liegenschaften auf 19 Grad, einer Reduzierung der Beleuchtung öffentlicher Gebäude, der Abschaltung der Warmwasseraufbereitung in den Bürgerhallen, der Absenkung der Hallenraumtemperatur auf 15 Grad und während der Vermietung der Bürgerhallen auf 20 Grad gab es im Gemeinderat kaum Widerspruch.

Fürs Duschen wird Lösung gesucht

„Egal was wir machen, es wird immer Kontra geben“, merkte CDU-Fraktionssprecher Christof Faller an. Nicht einverstanden war er mit dem Abschalten der Warmwasserversorgung der Duschen in den Turnhallen und erhielt dafür breite Unterstützung im Gremium. Die Verwaltung sieht sich nun gefordert, eventuell unter Einbezug des benachbarten Hallenbads, die Warmwasserversorgung nach sportlicher Betätigung sicher zu stellen.