Ohne größere Störungen soll eine Tiefbaumaßnahme ablaufen, die sie bis Mitte August durch die ganze Stadt schlängelt. Im Rahmen eines übergeordneten Projekts verlegt die Firma Gas-Line schnelles Internet. Die in Essen ansässige Telekommunikationsnetzgesellschaft baut ein Leitungsnetz zusätzlich zu den Kabeln, die bereits von anderen Versorgern verlegt wurden.

Bauausführung wird dokumentiert

Über Dopplung oder Konkurrenzgebaren – immerhin baut die Stadt zusammen mit dem Zweckverband Breitbandversorgung gemeinsam am Glasfasernetz und bekommt dafür Förderungen bauen (siehe Kasten) – möchte Hauptamtsleiter Horst Vetter nicht eingehen. Die Stadt behandelt den Anbieter wie jede Firma, die im Stadtgebiet tätig ist. Die Bauausführung wird am Ende kontrolliert, die in den Boden eingelassenen Leitungen dokumentiert. Nach dem Telekommunikationsgesetz ist die Stadt verpflichtet, Leitungsträgern in der öffentlichen Fläche die Möglichkeit zu eröffnen, um ihr Netz zu legen, auszubauen oder zu erweitern, führt Vetter weiter aus.

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Diese starke Position der Firma zeigt sich auch im Zeitpunkt, wann der Ausbau erfolgen soll: nämlich ab Anfang Juli. „Natürlich war uns das mit Blick auf die Sperrung der Schaffhauser Straße gar nicht recht“, erläurtert Vetter. Am Ende stand ein Kompromiss. Gas-Line wurde klar gemacht, dass die Arbeiten in der Haupt- und Donaueschinger Straße in den Gehwegen erfolgen müssen. „Auf eine Ampelregelung hätten wir uns nicht eingelassen“, so der Hauptamtsleiter.

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Die Baumaßnahme beginnt am Hochbehälter Schosen. Dort wird die Trasse aufgrund der wechselnden Breiten in der öffentlichen unbefestigten Fläche die Trasse mehrmals die Seiten wechseln. Wo die Restbreiten sehr gering sind, werden Abschnitte in geschlossener Bauweise gebildet. Diese Technik beinhaltet auf der einen Seite eine sogenannte Startgrube und auf der anderen Seite eine Zielgrube. Dazwischen wird die Leitung unter der Straße „durchgeschossen“ mittels eines technischen raketenähnlichen Geräts. In den anderen Bereichen wird die Leitung in einem Graben verlegt und dieser wieder geschlossen.

Mühlenkanal wird unterquert

Oberhalb des Römerbads führt die Leitung ein kleines Stück durch den unbefestigten Waldweg in Richtung des Parkplatzes am Schosenweg. Dort wird die Breg unterquert und danach geht es auf der anderen Seite weiter Richtung Mühlenkanal. Dieser wird ebenfalls unterquert, und die Trassen führt danach in Richtung Töpferweg bis vor zur Bräunlinger Straße. Die Bräunlinger Straße wird in geschlossener Bauweise gequert.

Die Glasfaser-Trasse unterquert den Mühenbach in Richtung Töpferweg und Bräunlinger Straße.
Die Glasfaser-Trasse unterquert den Mühenbach in Richtung Töpferweg und Bräunlinger Straße. | Bild: Wursthorn, Jens

Danach geht es weiter auf der Herrengartenstraße bis vor zur Weitengasse. Die Querung der Donaueschinger Straße erfolgt frühestens nach Öffnung und Freigabe des Allmendshofener Zubringers, die derzeit wegen der Sanierung der Anton-Mall-Brücke gesperrt ist. Anvisiert sind hier die ersten zwei Augustwochen in den Handwerkerferien.

Parkplätze werden gesperrt

Diese Woche sollen schon zusätzlich und parallel die Leitungsverlegung entlang der Haupt- und Donaueschinger Straße im Gehweg beginnen. Um für die Fußgänger und den vor der Metzgerei wartenden Kunden einen Notgehweg zur Verfügung stellen zu können, werden die Parkplätze vor den Geschäften gesperrt und zusätzlich vor Baubeginn eine Absperrung aufgestellt. Das soll gewährleisten, dass dort keine Fahrzeuge parken.

Der Abschnitt zwischen Einmündung Weitengasse und Einmündung Luzian-Reich-Straße müsste nach Einschätzung der Stadtverwaltung innerhalb von drei Tagen abgeschlossen sein. Im weiteren Verlauf der Donaueschinger Straße muss kein Notgehweg angelegt werden. Die Parkplätze können offenbleiben, die Fußgänger müssen dann die gegenüberliegende Straßenseite nutzen. Eine Behinderung des fließenden Verkehrs ist durch die Trassenführung im Gehweg nicht zu erwarten.

Bauzeit bis Mitte August

Die letzte Maßnahme auf Hüfinger Gemarkung endet mit der Querung des Kreisverkehrs Donaueschinger Straße/Bregstraße. Weil auch diese in geschlossener Bauweise erfolgt, stehend dann für den Verkehr keine Behinderungen gibt. Auf der anderen Seite des Kreisverkehrs geht es dann in der Grünfläche weiter Richtung Donaueschingen. Geplant ist eine Bauzeit bis circa Mitte August.

Anwohner und Gewerbetreibenden werden laut Verwaltung von der Gas-Line mit einem separaten Flyer über die einzelnen Bauabschnitte informiert.