Der Kolpingball ist seit Jahren ein Glanzlicht der Hüfinger Fasnet. Markus Leichenauer, seit zwei Jahren Vorsitzender der Kolpingfamilie, ist seit rund 15 Jahren der Regisseur des kurzweiligen Spektakels in der Festhalle: eine Aufgabe, die er seinerzeit von Christoph Hofmaier nach dessen Umzug nach Pfohren übernommen hat. „Etwas unbedarft“ sei er damals angetreten, erinnert er sich. Aus dem Part, die Ansprachen zu halten und das Programm zu konzipieren, wuchs nach und nach die Gesamtregie. Gleichwohl wäre ein Ball nicht ohne eingespieltes Orga-Team – vertreten sind die Bereiche Wirtschaftsbetrieb, Deko, Programm und Marketing/Werbung – und einen langen Vorlauf zu stemmen.

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Diese Funktionskette machte es bei Kolping früh möglich, bezüglich der Saalfasnet 2021 die Reißleine zu ziehen. Normalerweise, so erläutert der 45-Jährige, wird in der Fastenzeit eine Rückschau auf gerade abgeschlossene Fasnet gehalten und das Motto der nächsten Fasnet vorgestellt, um den Akteuren eine lange Vorbereitungszeit zu geben.

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2020 fiel die Sitzung in der Fastenzeit aus. „Wir hingen in der Luft“, beschreibt Leichenauer die nächsten Monate, auch wenn dort ein, zwei hübsche Ideen entstanden, die natürlich noch geheim sind. Im September gab der Vorstand dann das Signal: Einen Ball gibt es nur dann, wenn richtig gefeiert werden kann. Das aber sei so schwierig, wie ein Jahresprogramm auf die Beine zu stellen.

„Fasnet lebt von Gaudi und Enge. Mit Abstand ist das fasnet-killend.“Markus Leichenauer, Vorsitzender der Kolpingfamilie Hüfingen
„Fasnet lebt von Gaudi und Enge. Mit Abstand ist das fasnet-killend.“Markus Leichenauer, Vorsitzender der Kolpingfamilie Hüfingen | Bild: Wursthorn, Jens

„Fasnet lebt von Gaudi und Enge. Mit Abstand ist das fasnet-killend“, ist Leichenauers Meinung unabhängig vom Grad der politisch verordneten Beschränkungen. Dazu kommen die Kosten. Schon bei den erlaubten 500 Besuchern in der Festhalle, erwirtschaftet der Kolping keinen nennenswerten Gewinn, bei einer auf Abstand getrimmten Bestuhlung stünde selbst dieser in Frage.

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Weil die Kolpingfasnet ausfällt, können sich der Vorsitzende und seine Mitstreiter um zwei laufende Projekte kümmern, die zuletzt auf Sparflamme liefen: Da ist zum einen der Bau eines Schankhauses auf dem Festplatz, den Kolping gemeinsam mit anderen Vereinen angeht, und zum anderen der Neubau der Kolping-Hütte für das Stadtbächlefest.