Die medizinische Lage habe sich dort, eine gute Nachricht, etwas entspannt. Die Kleinstadt Ornans sei weder so stark betroffen wie die Region Elsaß wie größere Städte ingesamt. Frankreich verzeichnet in de Corona-Krise gegenwärtig etwa fünfmal mehr Todesopfer als Deutschland. „Nein, da gibt es in Gesprächen ein anderes Thema“, sagt gebürtige Französin. Es ist die landesweite Ausgangssperre, die natürlich auch den Menschen in Ornans zusetzt.

„Aufs Ehrenwort“ ausgefüllt

Natürlich dürfe man aus dem Haus. Um Sport zu treiben oder den Kindern frische Luft zu verschaffen. Aber der Radius von etwa einem Kilometer ums Haus darf nicht überschritten werden. Wer aus dem Haus geht, etwa zum Einkaufen, muss einen „aufs Ehrenwort“ ausgefüllten Zettel mitführen. „Da steht dann drauf, wann jemand aus dem Haus ging und wann er wieder zu Hause sein wird“, erläutert Namboutin-Uphaus.

Nicht so pflichtbewusst

Wer diesen Zettel nicht mitführt, fängt sich bei Kontrollen einen Strafzettel ein. Mit 135 Euro wurde bis vor zwei Wochen das Vergehen belangt – und häufig festgestellt. „Die Franzosen sind hier nicht so pflichtbewusst wie die Deutschen“, lächelt die Fürstenbergerin. Selbst in kleinen Dörfern kann man in eine Kotrolle geraten: Das sei ihrem Bruder passiert, der in einem winzig kleinen Nest auf den Markt gegangen sei.

Während die Schulen geschlossen sind, steht auch das öffentliche Leben still. Das Ergebnis der Kommunalwahlen wurde bisher nicht umgesetzt. Deshalb ist der eigentlich abgewählte Bürgermeister nach Order von oben noch im Amt.

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