„Das kontinuierliche Testen ist erfolgreich und erfüllt seinen Zweck. Der Erfolg lässt sich an den Zahlen ablesen“, sagt Mete Ünal, Leiter des Hüfinger Corona-Testzentrums. Er spricht von durchschnittlich einem positiv getesteten Fall pro Woche, was im Vergleich von bis zu sieben Fällen vor zwei bis drei Monaten einem Rückgang von mehr als 85 Prozent entspricht.

Pausenloser Einsatz als Erfolgsfaktor

Der 23 Jahre alte Jurastudent geht davon aus, dass ein Grund für diesen Rückgang bei gleichbleibend hoher Anzahl an Proben in der täglich geöffneten Schnellteststelle liegt. Auch an den Feiertagen und an Silvester und Neujahr war beziehungsweise ist das Testen möglich, da es laut Ünal von entscheidender Bedeutung ist, die positiv getesteten Personen so früh wie möglich in Quarantäne zu schicken. Die Gefahr werde dadurch minimiert, dass infizierte Personen das Virus auf ihre Mitmenschen übertragen.

Ünal betreibt im Auftrag der Stadt gemeinsam mit den Mitarbeitenden seiner Firma MLU Advertim die Schnellteststelle im Bahnhofsaal. Diese ist so eingerichtet, dass rund 70 Personen pro Stunde erfahren, ob ihr Testergebnis negativ oder positiv ausgefallen ist. „Wer sich testen lässt, wartet bei uns durchschnittlich fünf Minuten“, erklärt Ünal, dass es generell Tageszeiten gibt, an denen die beiden Teststellen im Bahnhofsaal für Stunden ausgebucht sind.

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Bewohner anderer Gemeinden kommen ebenso

Da sich aus Kapazitätsgründen im Saal maximal 30 Personen aufhalten dürfen, ist die Anzahl der täglichen Testpersonen nach oben limitiert. Doch das ändert nichts daran, dass die Besucher aus den umliegenden Gemeinden zwischen Bad Dürrheim, Geisingen und Löffingen nach Hüfingen kommen, um sich testen zu lassen.

Bilanz: 850 Tests über Weihnachten, zwei davon positiv

In Hüfingens einziger Covid-Teststation herrscht oft Hochbetrieb. So wie über Weihnachten, als sich zwischen dem 23. und 26. Dezember trotz reduzierter Öffnungszeiten 850 Personen testen ließen. „Viele, die vorbeigekommen sind, wollten sichergehen, dass sie über die Festtage ihre Eltern, Großeltern oder Verwandten nicht infizieren“, berichtet Ünal. Zwei Personen seien positiv getestet worden.

Mete Ünal (rechts) registriert am Laptop die Daten des Personalausweises, den Alexander Faak unter den Scanner hält. Und dann kann auch schon getestet werden.
Mete Ünal (rechts) registriert am Laptop die Daten des Personalausweises, den Alexander Faak unter den Scanner hält. Und dann kann auch schon getestet werden. | Bild: Rainer Bombardi

Ünal verweist darauf, dass die Entwicklung der Pandemie aufgezeigt hat, dass es nicht mehr möglich ist, den stundenlangen täglichen Arbeitsaufwand ehrenamtlich zu stemmen. Zudem ist er froh, auf ein Team an Mitarbeitenden bauen zu können, welches alle hierfür erforderlichen Prüfungen erfolgreich abgeschlossen hat.

Stets genügend Tests vorhanden

Niemand, der sich testen lassen möchte, müsse Bedenken haben, dass die Tests ausgehen. Die Stadt Hüfingen, über welche die Anmeldung zu einem Test möglich ist, ordere immer rechtzeitig in ausreichender Anzahl. Doch auch, wer spontan vorbeikommt, werde so schnell wie möglich bedient, wenngleich eventuell eine längere Wartezeit in Kauf zu nehmen sei als bei Angemeldeten.

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Grundsätzlich können sich alle Menschen testen lassen, die ihren Personalausweis und eine Versichertenkarte ihrer Krankenversicherung mitbringen. Das Testergebnis erhalten sie nach wenigen Minuten vor Ort oder online. Mete Ünal beantragte eigens für den Betrieb der Schnellteststelle ein Urlaubssemester. Dies war für ihn eine Grundvoraussetzung, um eine derartige Herausforderung meistern zu können.