Eigentlich ist der Bau der Lärmschutzwand an der B27 bei Hüfingen schon seit Monaten beendet. Wer daran vorbeifährt, für den wirkt das Bauwerk abgeschlossen. Dann fallen jedoch die vielen Risse an der Wand auf – und die abgesperrte Fahrspur direkt vor der Mauer. Die Ursache dafür: aufgrund der vielen Schäden ist für die Wand noch keine endgültige Bauabnahme erfolgt.

Nach langem Hin und Her, um eine Lösung zu finden, setzte das Regierungspräsidium (RP) Freiburg schließlich eine Frist für die beauftragte Firma: Nach der Sommerpause soll ein Sanierungskonzept her. Das war im Juli. Was hat sich in der Zwischenzeit getan?

Die Risse sind nicht nur an einer Stelle zu sehen, sie betreffen das komplette Bauwerk.
Die Risse sind nicht nur an einer Stelle zu sehen, sie betreffen das komplette Bauwerk. | Bild: Roland Sigwart

Wie das (RP) mitteilt, hat die mit dem Bau beauftragte Firma einen Sanierungsvorschlag für die Lärmschutzwand vorgelegt. Eine schnelle Lösung scheint es allerdings nicht zu geben. Für die Sanierung seien noch weitere Details zu klären, wie etwa die zwingend erforderliche behördliche Einzelfallzulassung auf Bundesebene.

Wann steht die Sanierung an?

Auch witterungsbedingt sei der Beginn der Sanierung frühestens im kommenden Frühjahr möglich, heißt es aus dem RP. Das ist das Ergebnis einer Besprechung der Abteilung Mobilität, Verkehr und Straßen des RP mit Vertretern der Stadt Hüfingen und der Firma, die die Wand auf Höhe des Baugebietes Auf Hohen Erweiterung errichtet hat.

Ziel sei die Sicherung der Standsicherheit und Dauerhaftigkeit der Wand für die Verkehrsteilnehmer. Daher ist derzeit auch noch die Fahrspur direkt an der Wand gesperrt, die Geschwindigkeit davor ist reduziert. Aus Sicht des RP sei das Sanierungsvorhaben erfolgsversprechend.

Was wird dann gemacht?

Die mangelhaften Elemente der Wand sollen mit einem Carbonbeton (Feinbetonauftrag mit Carbonbewehrung) verstärkt werden. Vereinbart wurde auch die notwendige Verpressung der Risse über die gesamte Wand und eine möglichst einheitliche Gestaltung.

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Damit ist auch ein möglicher Neubau vom Tisch, den Staatssekretärin Elke Zimmer als letztes Mittel in Aussicht gestellt hatte, sollte sich das Problem nicht anders beseitigen lassen. Oberstes Ziel sei jedoch eine Sanierung.

Sieht eigentlich fertig aus, eine endgültige Bauabnahme steht aber aufgrund der Mängel noch aus.
Sieht eigentlich fertig aus, eine endgültige Bauabnahme steht aber aufgrund der Mängel noch aus. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

Nach weiterer Prüfung stehe zudem fest, dass die Lärmschutzwirkung der Wand für die Bewohner des Baugebiets Auf Hohen Erweiterung uneingeschränkt gewährleistet sei. Die Wand weise die notwendige Höhe über die gesamte Länge auf.

Spur bleibt weiter gesperrt

Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier zeigte sich zuversichtlich, dass nach einem zähen Weg nun die notwendigen Anstrengungen unternommen werden, damit das Projekt zügig zum Abschluss kommt. Bis zum Ende der Sanierungsmaßnahmen muss zur Sicherheit des Verkehrs eine Fahrspur der Bundesstraße weiterhin gesperrt bleiben.