Ob Zürich, Atlanta oder Kentucky. Hannah Miriam Jaags Karriere hat sie schon in so manche Region rund um den Globus geführt. Die freie Wissenschaftlerin veröffentlichte bereits zahlreiche Arbeiten zu Themen wie der Evolution von Viren oder Tierversuchen an deutschen Universitäten. Nun sitzt sie als Vertreterin der Grünen im Hüfinger Gemeinderat.

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Werdegang

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Hannah Miriam Jaag in Villingen. 1990 schloss sie ihr wildes Abitur am Wentzinger-Gymnasium in Freiburg ab. „Danach begann ich mein Studium für Agrarwissenschaften an der Universität zu Köln.“ Dort schrieb sie auch im Jahre 2001 ihre Doktorarbeit. Zwischendurch war Jaag an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig und ging dort 1997 als Diplom-Agraringenieurin hervor.

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Viel von der Welt gesehen

Bis 2011 übernahm die 51-Jährige zahlreiche wissenschaftliche Funktionen an verschiedensten Universitäten. Zum Beispiel von 1997 bis 2001 am Max-Planck-Institut oder als dreimonatige Gastwissenschaftlerin am Agriculture-Research-Center in Alberta, Kanada. Bis Oktober 2010 war sie zuletzt fünf Jahre lang an der University of Kentucky angestellt, bevor sie Amerika den Rücken kehrte und gemeinsam mit ihrem Mann nach Hüfingen zog. „Dort leben nämlich meine Eltern“. Jetzt ist sie als freie Wissenschaftlerin tätig.

Was ist Plogging?

In ihrer Freizeit geht sie gerne mit ihrem Hund laufen und ist ein Fan des sogenannten Ploggings. „Beim Plogging geht man joggen und sammelt dabei den Müll auf, den man unterwegs findet“, erklärt sie. Das habe überaus positive Folgen für das Stadtbild. „Ich finde immer weniger Müll“, freut sie sich.

Warum sie in den Gemeinderat gewählt wurde?

„Kann ich nicht genau sagen. Vielleicht weil ich Agrarwissenschaftlerin bin.“ Viele Leute denken sich bestimmt: „Die weiß, wovon sie spricht“, meint sie lächelnd. 1347 Hüfinger haben bei der Gemeinderatswahl für Jaag gestimmt. „Mir gefällt nicht, wie viele Dinge in Hüfingen laufen“, begründet die Ingenieurin ihr Engagement. Vor allem der Zustand des Hüfinger Grundwassers stoße ihr bitter auf, so Jaag. „Jetzt ist es an der Zeit, dass ich im Stadtrat für Aufruhr sorge.“