Neuer Ortsvorsteher von Fürstenberg ist der seit 15 Jahren im Ortschaftsrat tätige Werner Bäurer. Er folgt auf Bernhard Schmid, der sich zehn Jahre als Gemeinde- und Ortschaftsrat – davon die letzten fünf Jahre als Ortsvorsteher – ehrenamtlich engagierte.

Der scheidende Ortsvorsteher Bernhard Schmid präsentiert das auf seine Initiative hergestellte Keramikwappenschild.
Der scheidende Ortsvorsteher Bernhard Schmid präsentiert das auf seine Initiative hergestellte Keramikwappenschild. Bild: Rainer Bombardi

Schmid verwies auf die Gemeindeordnung des Landes, die es Kommunalpolitikern unter Angabe wichtiger Gründe ermöglicht, ihr Ausscheiden aus dem Gremium zu verlangen. Ein wichtiger Grund bezieht sich auf die Dauer des kommunalpolitischen Engagements und ermöglicht das Ausscheiden nach mindestens zehn Jahren Zugehörigkeit zum Gemeinde- oder Ortschaftsrat. Nicht mehr im neuen Ortschaftsrat vertreten sind Emil Preis und Andreas Bäurer, die sich nicht mehr zur Wiederwahl stellten. Preis erhielt als Auszeichnung für seine Amtszeit von 20 Jahren im Ortschaftsrat die Ehrennadel des Gemeindetages.

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1,3 Millionen Euro Kosten

Bürgermeister Michael Kollmeier lobte Schmid für seinen Einsatz zum Wohle des Ortes, der in den vergangenen zehn Jahren in rasanter Geschwindigkeit viel erreichte. Eines der Projekte, die unter Schmid in Schwung kamen, ist das neue Vereinshaus. Nach jahrelanger Vorbereitung traf vor wenigen Monaten der Zulassungsbescheid zum Erhalt von Fördermitteln aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum ein. „Der erste Bauschritt ist gemacht, die Feuerwehr entfernte den Zaun um das alte Pumpenhäuschen“, wünschte Schmid dem neuen Ratsgremium viel Erfolg bei der Realisierung des mit Investitionskosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro veranschlagten Projekts.

Wünsche werden gesammelt

Schmid beschrieb die Erstellung eines Baugesuchs und die unter Einbeziehung von Ortschaftsrat und Vereinsvertretern erstellte Werksplanung als zwei der nächsten Schritte. „Bei Materialwünschen und technischer Ausführung gibt es für die Bürger noch mehrere Möglichkeiten, ihre Ideen vorzubringen“, appellierte Schmid, die zu Sitzungsbeginn gestellten Detailfragen zu Lärmschutz oder Belüftung dort vorzubringen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für spätestens Frühjahr 2021 rechtzeitig vor dem Jubiläumsfest zum 100. Geburtstag der Musikkapelle vorgesehen.

Entspannung bei Parkplätzen

Schmid hofft, dass die Verpachtung der Parkplatzfläche des ehemaligen Gasthauses „Kranz“ an das Hotel-Restaurant „Rössle“ eine Entspannung der Verkehrssituation mit sich bringt. Aktuell nutzen die Fahrzeughalter im Umkreis des „Rössle“ jede freie Fläche, um zu parken. Noch stehen wenige Gehwegarbeiten von Seiten der Stadt aus, danach kann die Parkplatzfläche vollumfänglich genutzt werden. Schmid dankte in diesem Zusammenhang Parkplatz-Eigentümerin Inge Mäder für ihre Bereitschaft, die Fläche zu vermieten.

Keramikwappen ganz neu

Er erwartet zudem eine zeitnahe Sanierung der Feldwege und Verbindungsstraßen, die während der B 27-Umfahrung in Mitleidenschaft gezogenen wurden. Bei der Weiterentwicklung des Naturschutzgroßprojektes Baar ist im nächsten Schritt das Landratsamt am Zug. Auf Initiative von Schmid gestaltete die Löffingerin Anita Flößer ein Keramikschild mit Fürstenberger Wappen. Erstmals überreichte er dieses an Hotelfachfrau Julia Keller zur Wiedereröffnung des Gasthauses „Bären“ im Schächer.