Als die Flüchtlinge kamen, waren Möglichkeiten zu deren Unterbringung dringend gesucht. In Hüfingen ließ Magu-Geschäftsführer Stefan Günthner auf dem Gelände seines Unternehmens mehrere Gebäude errichten. Sie wurden an den Landkreis vermietet, um hier die Anschlussunterbringung für Flüchtlinge zu ermöglichen.

Schließlich gingen die Zahlen nach unten, immer weniger Flüchtlinge kamen. Das Landratsamt hatte den Vertrag mit Günthner allerdings mit einer Laufzeit bis ins Jahr 2021 unterzeichnet. Was also tun? Eine Lösung fand sich, als die Stadt die Räume des ehemaligen Gasthauses Löwen räumen musste. Laut Besitzer sollte es abgerissen werden. Es steht übrigens noch heute.

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Gemischte Nutzung

Die Stadt übernahm eines der Landkreis-Gebäude und mietete das für die Unterbringung an. Seit Juni vergangenen Jahres ist es angemietet, seit Juli befinden sich auch Personen darin. Aktuell sind es 19 Personen. Zur Verfügung stehen dort acht Wohneinheiten. Die Nutzung erfolgt mittlerweile allerdings nicht mehr rein für die Unterbringung von Flüchtlingen: „Es wird gemischt genutzt. Für die Flüchtlingsunterbringung und als Obdachlosenheim“, erklärt Hüfingens Hauptamtsleiter Horst Vetter. Mit der Übernahme des Gebäudes habe die Stadt auch den Vertrag so akzeptiert. Auch hier gelte also die Laufzeit bis Vertragsende im Jahr 2021.

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Spätaussiedler in einem Gebäude

Auch im Gebäude des Landkreises hat sich etwas getan. Waren hier vor etwa einem Jahr noch Sonderkontingent-Flüchtlinge untergebracht, sind es mittlerweile Spätaussiedler. „Auch für diesen Personenkreis muss der Schwarzwald-Baar-Kreis für sechs Monate Wohnraum zur Verfügung stellen“, sagt Kristina Diffring vom Landratsamt. Es handelt sich dabei um insgesamt 16 Personen. Aus heutiger Sicht werde das Gebäude bis zum Ablauf des Mietverhältnisses als Gemeinschaftsunterkunft genutzt, heißt es aus dem Landratsamt.

Ob es Überlegungen gibt, vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen oder eine andere Lösung zu suchen? Dazu könne das Landratsamt aktuell noch keine Aussage treffen.